Schlechte Werbung liegt in den Genen

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, wer Egon Wellenbrink ist? Er wurde in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts deutschlandweit als übertrieben-freundlicher Werbeheini bekannt, indem er in Fernsehspots die Vorteile einer speziellen Kaffeefiltermarke anpries. Inzwischen spielt er den Melitta-Mann nicht mehr, was aber seinen Nachwuchs nicht davon abhält, weiterhin TV-Konsumenten auf die Nerven zu gehen.

Der inzwischen 62-jährige hat sich nach Mallorca zurückgezogen, doch seine Tochter samt Enkelin leben noch in München. Und von dort aus wird der achtjährigen Mia-Sophie erlaubt, die Fernsehzuschauer für einen Joghurt anzuschreien.


Die kleine Blonde ist nämlich das "Froop"-Kind, das "FRUCHTALARM" schreien muss, immer wenn sie einen Löffel in die Hand bekommt. Ihre Musikkarriere mit dem gleichnamigen Song endete 2005 in den deutschen Charts auf Platz 17.

Da ihre Mutter Susanna nur in diversen Serien als Schauspielerin auftritt und keine Werbung macht, kann man davon ausgehen, dass dieses Schlechte-Werbung-Gen immer eine Generation überspringt und wir frühestens in 25 Jahren die nächste Produktanpreisung aus dieser Familie erwarten dürfen.