Schlafzimmerblick (12): Harald Arndt

David Weigend & Dominic Rock

Es gibt bequemere Schlummerunterlagen als die von Harald Arndt. Der 49-jährige Kraftfahrer aus Neuenburg muss glücklicherweise nicht die ganze Nacht in dieser Koje verbringen. Und für ein Nickerchen an der B9 tuts die Pritsche allemal.



Das hier ist die Schlafkoje meines Wechselbrückenfahrzeugs, ein Mercedes 2541. Zur Zeit läuft meine Tour so: Ich fahre morgens um 2.45 Uhr in Neuenburg los und bin dann um 5.45 Uhr in Speyer. Dort stelle ich zwei leere Brücken ab und nehme zwei Brücken auf, die mit Paketen beladen sind.




Diese Fracht bringe ich dann über Frankreich nach Basel. Um 11 Uhr müssen die Pakete dort sein. Wir dürfen aber nur maximal viereinhalb Stunden am Stück fahren, dazwischen müssen wir 45 Minuten ruhen. Diese Pause verbringe ich meist gegen 7.45 Uhr bei Lauterbourg an der B9, Höhe Bienwald. Ich lege mich dann in meine Koje und mache ein Nickerchen.



Ich lasse mich von Radio und Handy gleichzeitig wecken, sicher ist sicher. Aber meist schlafe ich auch nicht besonders tief. Angenehm ist, dass ich mich mit meinen 2,01 Metern hier richtig ausstrecken kann. Früher waren die Kojen kürzer, da bin ich mit den Füßen immer gegen das Ende gestoßen. Wenn ich nicht richtig schlafen kann, fülle ich schon mal die Frachtbriefe und die Zollerklärung aus. Es ist gut, wenn das schon erledigt ist.

Mehr dazu:

fudder.de: Serie Schlafzimmerblick