Samstag: Daniel Steinberg @ Altes Stinnes Areal

Bernhard Amelung

Kaum hat er sein Debütalbum "Shut Up" gedroppt, kommt er schon nach Freiburg: der DJ und Produzent Daniel Steinberg. Am Samstag legt er gemeinsam mit Chris Milla und Basti Grub auf dem Alten Stinnes Areal auf! fudder-Autor Bernhard hat ihn gefragt, mit welchem Track er jede Tanzfläche zum ausrasten bringt.



Du bist DJ und mischst die elektronische Clubmusik seit einigen Jahren auch als Produzent auf. Wie kam es dazu? War das Arbeiten an eigener Musik ein logischer Schritt für dich?

Solange ich denken kann, habe ich mich für Musik interessiert. So habe ich schon als Jugendlicher den Schulfunk in der Schule moderiert. Ich bin seit 20 Jahren DJ und produziere seit 1997. Es war naheliegend, auch eigene Produktionen an den Start zubringen. Gerade heutzutage ist es sehr schwer, nur als DJ und ohne eigene Produktionen zu bestehen.

Du veröffentlichst Platten unter deinem Klarnamen und stehst auch hinter dem Pseudonym „Harry Axt“. Was unterscheidet die Musik eines Daniel Steinberg von derjenigen eines Harry Axt?

Bei Harry Axt kann ich meine dunkle und schmutzige Seite voll ausleben. Harry mag es, wenn von den dunklen Clubs der Welt ordentlich Technoschweiß tropft. Daniel mag es hingegen mehr, wenn es ordentlich auf dem Dancefloor groovt und die Mädels mit ihren Hüften wackeln.

Wo liegen die Gemeinsamkeiten dieser beiden Künstlerpersönlichkeiten?

In der Person.

Du bist sehr produktiv und hast einen hohen Output. Woher nimmst du die Kraft und Inspiration für deine Studioarbeit?

Ich lasse mich gern von meinen Reisen musikalisch inspirieren. Wenn ich beispielsweise von einer Japantour zurück komme, kann es schon mal passieren, dass ich mit japanischen Vocalisten arbeite. „Atension“ - ein Track von meinem letzten Album - ist zum Beispiel nach einer Brasilientour entstanden. Die fremden Kulturen und musikalischen Bandbreiten anderer Länder geben mir immer neuen Input.

Wie sieht denn dein typischer Produzenten-Alltag aus? Gehst du spontan oder exakt nach Konzept an deine Stücke ran?

Ich mag es sehr, mich beim Produzieren selbst zu überraschen. Natürlich hat man meistens schon ein kleines Grundschema im Kopf. Meistens fange ich mit dem Beat oder Groove bei Produktionen an. Das andere ergibt sich dann von selbst.

Was für Musik hörst du selbst?

Ich bin ein großer Pop- und Disco-Fan. Am liebsten höre ich die Musik aus dem letzten Jahrhundert. Von Italo Disco bis hin zu Uplifting- und Downbeat-Produktionen ist eigentlich alles auf meinem MP3-Player.

Als DJ spielst du sowohl auf großen Festivals als auch in kleinen Clubs. Wo legst du am liebsten auf und hast selber den größten Spaß?

Ich mag beides sehr gern und liebe den großen Kontrast. Es hat schon einen großen Reiz, auf einem Festival vor 10.000 Leuten zu spielen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man 20.000 Hände oben sieht. Andererseits mag ich auch den persönlichen Kontakt zu den Leuten. Wenn man in kleineren Clubs spielt und auf Augenhöhe mit der Crowd ist, kann man meistens musikalisch immer besser auf die Leute eingehen.

Wie bereitest du dich auf deine Gigs vor?

So gut wie gar nicht. Mir ist wichtig, den Leuten kein vorgefertigtes DJ-Set zu präsentieren. Es macht viel mehr Spaß, die Leute und mich selber am Abend zu überraschen.

Womit bringst du jede Tanzfläche zum ausrasten?

Ich habe mir einige Special-Edits zusammengebaut, von den unterschiedlichsten Künstlern, Bands und Musiksparten. Den Leuten auf dem Dancefloor muss man heutzutage einfach mehr bieten als nur ein durchstrukturiertes DJ-Set. Die Crowd ist schnell gelangweilt und freut sich über musikalische Überraschungen auf der Tanzfläche.

Daniel Steinberg @ Harry Klein

Quelle: YouTube


Mehr dazu:

Was: Chris Millas Birthday (Daniel Steinberg, Basti Grub feat. Vaiolino, Chris Milla)
Wann: Samstag, 24. September 2011, 23 Uhr
Wo: Altes Stinnes Areal, Hans-Bunte-Straße 16c