root down: Wer ist Arto Mwambé?

David Weigend

Am Samstag hat Rainer Trüby zum 13-jährigen Geburtstag seiner root down-Reihe Arto Mwambé eingeladen. Ein kurzes Interview mit dem Frankfurter Phillip Lauer (30), der uns erklärt hat, was hinter diesem Afrikadingens steckt. Außerdem verlosen wir 2x2 Karten für root down.



Phillip, wer steckt hinter Arto Mwambé?

Mein Kumpel Christian Beißwenger und ich. Wir machen das seit 2006. Wir haben uns aus einer Laune heraus diesen Namen gegeben. Wir fanden einfach, das klingt schön.

Ihr seid also keine Afrikaner, wie man anhand eures MySpace-Profils vermuten könnte.

Nein, wir kommen aus Frankfurt. Weil sich Arto Mwambé aber afrikanisch anhört, haben wir uns das Profil so eingerichtet. Wir haben auch einige MySpace-Freunde aus Burkina Faso. Aber sonst steckt da keine Ideologie dahinter.

Was macht ihr hauptberuflich?

Christian ist Toningenieur, ich arbeite bei Intergroove, einem Schallplattenvertrieb für elektronische Musik. Chris macht hauptsächlich Werbevertonungen für Radiospots. Der flucht da immer ein bisschen, dass er das machen muss.



Wie realistisch ist es, dass ihr eines Tages nur von der Musik leben könnt?

Das planen wir gar nicht. Ich habe einen relativ guten Einblick in die Musikwelt und so weiß ich, dass es mal ein paar Jahre gut gehen kann, in denen man dann einigermaßen okay lebt. Aber längerfristig ist es glaube ich niemandem anzuraten, allein vom DJing leben zu wollen.

Was kann man von eurem Auftritt bei root down erwarten?

Wir haben ein paar Maschinen dabei, einen Sequenzer als Herzstück, einige Synthesizer und einen Drumcomputer. Wir haben einiges vorbereitet und versuchen das so hinzubiegen, dass es sich möglichst gut anhört.



Kannst du das etwas genauer erklären?

Wir bringen keinen Laptop oder so mit, sondern nur Maschinen. Die Zentrale bildet bei uns ein MPC-Sequenzer. Diese Zentrale steuert verschiedene Synthesizer, aus denen Sounds kommen. Zum Beispiel ein Klavier oder eine Bassline. Die Zentrale steuert per Timecode einen Drumcomputer, in unserem Fall ein 808 Roland. Der feuert die ganzen Drumsounds ab. Das wird alles über ein Mischpult gelegt und dann hört man was.

Inwieweit ist solch ein Live-Auftritt planbar?

Am Samstag wird das sehr vom Augenblick inspiriert sein. Wir machen das zum ersten Mal. Wir haben diesen Live-Act neu aufgesetzt, vorher machten wir das mit anderen Maschinen. Wir wissen selbst noch nicht, was da auf uns zukommt. Grundgerüste sind vorhanden, der Rest wird live dazugemacht.

Welche Musik hörst du gern?

Notgedrungen viel House-Musik, ansonsten alles mögliche. Großgeworden bin ich mit Rap.

Wie hast du mit Christian zusammengefunden?

Wir haben durch Zufall auf demselben Label eine Schallplatte veröffentlicht, 2003, bei Punkt Music in Frankfurt. Dieses Label gibt es jetzt nicht mehr.



Wo war euer letzter gemeinsamer Auftritt?

Im Robert Johnson (Offenbach) auf der Grooveparty. Wir haben da eine Stunde gespielt, das reicht auch vollkommen für 'nen Liveact. Es gibt ja nichts anstrengenderes als ein Konzert, das drei Stunden dauert. Es lief ganz gut und war voll. Leider hat dann irgendwann einer aus Versehen den Stecker gezogen, dann war's vorbei. War jetzt dramaturgisch nicht der gelungenste Abgang von 100 auf 0.

Du bist Frankfurter und arbeitest in Offenbach. Eintracht oder Offenbacher Kickers?

Ich bin kein ausgesprochener Fußball-Verfolger. Aber mit Kickersfans ist nicht zu spaßen! Und dass Frankfurter in der Regel cooler sind als Offenbacher, ist kein Geheimnis.

Verlosung

fudder verlost zwei mal je zwei Karten für root down mit Arto Mwambé am kommenden Samstag im Waldsee.

Um an der Verlosung teilzunehmen, schickt eine E-Mail mit Eurem Namen und dem Betreff "root down" an gewinnen@fudder.de. Einsendeschluss ist am Freitag, 30. Januar 2009, 11 Uhr. Die Gewinner werden sofort nach dem Ende der Verlosung per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mehr dazu:

Web: Arto Mwambé & root down
Was: 13 Jahre root down mit Arto Mwambé live und Rainer Trüby
Wann: Samstag, 31. Januar, 22 Uhr
Wo: Waldsee, Waldseestr. 84
Eintritt: 5 €, ab 23 Uhr 8 €