Reisetipps für London

Fabian Fechner

2012 ist das perfekte Jahr um London zu besuchen: Die Queen feiert 60-jähriges Thronjubiläum, und die internationale Sportelite trifft sich zu den olympischen und paralympischen Spielen. Doch die britische Hauptstadt hat auch darüber hinaus jederzeit genug zu bieten:



Hinkommen


Von Freiburg aus am einfachsten per Flugzeug mit Easyjet ab Basel. Angekommen am Flughafen gelangt man innerhalb von 30 Minuten mit dem Gatwick Express in die Innenstadt. Bucht man im Vorhinein online ein Hin- und Rückticket, bekommt man den günstigsten Preis für den Transfer.

Alternativ bietet die Deutsche Bahn mit ihrem London-Spezial auch die umweltfreundliche Variante mit dem Zug an. Wer bereits früh im Voraus bucht, fährt ab 49 Euro über Köln und Brüssel durch den Kanaltunnel direkt zum Bahnhof St. Pancras International im Zentrum Londons.

Übersehene Sehenswürdigkeiten


Läuft man den Thamse Walk am Fluss Richtung Osten entlang, blitz es kurz golden zwischen den Bürohäusern hervor und ist auch gleich wieder verschwunden: das oft vernachlässigte Bauwerk, das schlicht Monument heißt (Bild unten). Mitten in der City steht die gut 60 Meter hohe Säule, abgeschlossen von einer Aussichtsplattform und einer vergoldeten Urne.

Erbaut wurde das Monument to the Great Fire of London, wie der vollständige Name lautet, als Erinnerung an den verheerenden Stadtbrand von 1666. Erklimmt man die 311 Stufen bis zur Plattform, hat man einen wunderbaren Blick über die Bankentürme der City, allen voran The Gherkin, den Fluss, den Tower und die Tower-Bridge. Dieses Panorama und den sportlichen Aufstieg gibt es für Studenten schon für zwei Pfund, ein Preis für den man am London Eye, im Tower oder in St. Paul’s vielleicht die Toilette benutzen darf.

 
Ein weiterer Vorteil dieser Sehenswürdigkeit: Die dazugehörige Tube-Station befindet sich gleich neben der Säule, und der Touristenandrang hält sich im Gegensatz zu anderen Spots selbst am Wochenende in Grenzen. Wer es die Treppe auch wieder herunter schafft, bekommt zur Belohnung und Erinnerung sogar noch ein Zertifikat in Pergamentoptik. Empfehlenswert ist auch das Kombiticket, denn für kleines Geld kann man sich auch noch die 15 Laufminuten entfernte Tower-Bridge (Bild unten) ansehen und etwas über die Geschichte der Brücke lernen.



Ist man gerade in der Gegend und sollte es zufällig auch noch Montag sein, ist es eine Überlegung wert, sich gegen halb sieben an der Tube-Station Bank einzufinden. Von hier aus starten zu dieser Zeit regelmäßig Touren, welche die wirklich verborgenen Schätze der Londoner City hervorheben - allerdings nur für Menschen, die mit Gringotts, Winkelgasse und Zaubereiministerium etwas anfangen können.

Für 6,50 Pfund und ohne Voranmeldung wird man zwei Stunden von einem Guide zu den verschiedensten Originalschauplätzen der Harry-Potter-Fimreihe geführt. Wer diese lieber auf eigene Faust und ganz kostenlos erkunden möchte, kann sich vorher online mit dennötigen Informationenversorgen und jederzeit loslegen.

Kaffeepause


Schon mal in einem Café gesessen und gedacht, dass die Tasse, aus der man gerade trinkt, so schön ist, dass man sie am liebsten kaufen würde? Im Drink, Shop & Do ist das kein Problem. Praktisch die gesamte Inneneinrichtung vom Geschirr bis zu den Stühlen stammt von jungen, aufstrebenden Designern und kann ebenso problemlos erworben werden wie die hausgemachten Kuchen und Sandwiches.

Natürlich bekommt man hier auch den klassischen Afternoon Tea, eine britische Institution. Die Basisvariante mit einem Glas Cava, Tee, Sandwiches, Scones und Süßkram gibt es für 20 Pfund.

Neben dem Trinken und dem Shoppen wird das Café aber auch dem dritten Attribut seines Namens voll auf gerecht. Abends ab 20 Uhr bieten die Macher eine weit gefächerte Palette an „Do’s“ an, sprich: lustige und unterhaltsame Aktivitäten für überlastete Großstädter von der Lego Robot Building Night bis zu Malen Nach Zahlen für Erwachsene (denn die Aktionen sind auf alle über 18 Jahre beschränkt).

Wer dann noch nicht genug hat, kann ins nahe gelegene Drink, Shop & Dance weiterziehen, welches sich in einem ehemaligen Sexshop befindet, und dort die Nacht ausklingen lassen.

Magengrummeln


Vor einigen Jahren wagte der Gesetzgeber, ein britisches Heiligtum anzutasten. Er verbot weder Fisch in flüssigem Fett auszubacken, noch frittierte Kartoffelschnitze in Unmengen von Essig zu ertränken. Nein, lediglich das Verpacken des Nationalgerichts in Zeitungspapier ist nicht länger erlaubt, die Druckerschwärze sei nicht gesund für die Bevölkerung.

Daher gibt es Fish and Chips jetzt in kleinen Karton-Boxen, wie zum Beispiel bei The Rock & Sole Plaice in Covent Garden, dem nach eigener Aussage ältesten Chippie in London (Bild unten). Die Preise mögen etwas touristisch sein, aber wenn man die Portion zum Mitnehmen bestellt, geht auch das in Ordnung. Direkt nebenan, in dem kleinen Laden mit der Leuchtwerbung, der sich charmant an der Grenze zwischen authentisch und verranzt anordnen lässt, bekommt man zudem ein sehr solides British Breakfast. Ideal um einen Sightseeing-Tag in Covent Garden zu starten.



Ganz anders kommt dagegen das Spuntino in Soho daher, wenn man nicht genau drauf achtet, übersieht man das Restaurant schnell und läuft einfach vorbei. So puristisch und minimalistisch die Website sein mag, so vielfältig und kreative ist die Speisekarte. Reservieren kann man in dem kleinen Restaurant nicht, man geht einfach vorbei und setzt sich an den Tresen oder an einen der Tische im hinteren Teil des Lokals.

Während man sich bei einer kleinen Portion scharf gewürztem Popcorn die Zeit vertreibt, werden in der Küche viele Leckereien in Tapas-Größe vorbereitet, vom Lammfleisch-Burger über die unglaublich mächtigen Käse-Makkaroni bis zu den superdünnen Shoestring-Fries. Am Besten geht man mal zum Lunch vorbei, denn Abends sind die wenigen Plätze meistens voll besetzt und man muss schon mal eine halbe Stunde warten.

Fine Art

Um in London nicht ins Museum gehen zu müssen, zieht fast keine der gängigen Ausreden sonst so erfolgreicher Kulturbanausen. Da ist nichts für meinen Geschmack dabei! Quatsch. Vom Transportmuseum, über die Tate Modern, das Mekka für moderne und abstrakte Kunst, das British Museum für Kultur- und Menschheitsgeschichte, das Science Museum für alle, die schon immer Astronaut werden wollten, das Natural History Museum bis hin zum Imperial War Museum für Kriegslüsterne ist wirklich für jeden Geschmack etwas im Angebot.

Da die meisten Ausstellungen in den großen Londoner Museen in der Regel keinen Eintritt kosten, braucht man gar nicht zu versuchen, sich mit einem klammen Geldbeutel aus der Affäre zu ziehen. Bleibt noch eine letzte Ausrede: Wenn ich schon in London bin will ich auch etwas von der Stadt sehen!

Wer mit diesem ehrbaren Vorsatz in die Stadt kommt, hat die Rechnung ohne das Wetter gemacht, denn auch wenn in London statistisch weniger Regen fällt als in Rom, ist doch der ein oder andere Regentag Teil jeden Trips in die britische Hauptstadt und lässt sich perfekt im Museum verbringen.

 
Wenn es einen abends nach Kultur gelüstet, trifft man in London auf die (neben New York City) größte Musical-Auswahl (Bild oben). Am besten geht man tagsüber bei einer der Verkaufstellen am Leicester Square oder nahe der Covent Garden Tube-Station vorbei und bringt ein bisschen Flexibilität bei der Wahl der Show mit, dann bekommt man sicher noch ein günstiges Ticket.

Alternativ kann man auch rund 20 Minuten vor Beginn der Show direkt zum Box Office am jeweiligen Theater gehen und es dort versuchen. Oft gibt es hier Resttickets zum halben Preis, für Studenten manchmal sogar noch günstiger. Um die Chancen auf Schnäppchen besser einschätzen zu können, kann man natürlich auch vorher schon im Internet gucken ob / wie viele Tickets bei einer bestimmten Vorstellung noch verfügbar sind. Sonntag abends finden in der Regel keine Shows statt.

Mobilität


Wer London besucht, kommt um eine Oyster Card meist nicht herum. Sie ist der perfekt Begleiter, um in der Stadt mobil zu bleiben. Die elektronische Fahrkarte für Bus und Tube sucht immer den günstigsten Tarif heraus und kann an jeder U-Bahn-Station aufgeladen werden. Nun stellt sich jedoch noch die Frage ob Bus oder Bahn?

Die roten Doppeldeckerbusse (Bild unten) sind trotz kürzlicher Preisaufschläge mit 1 Pfund 35 pro Fahrt immer noch deutlich günstiger als die Tube, stecken aber oft im Verkehr fest. Die Tube ist schneller, aber gerade am Wochenende werden Touristen immer wieder von unerwarteten Instandhaltungsmaßnahmen und geschlossenen Stationen überrascht.

Also am besten vorher auf der Website der Verkehrbestreiber oder mit der kostenlosen App Tube Map informieren und sich dann entscheiden, ob man schnell oder günstig voran kommen will und wie viel man dabei von der Stadt sehen möchte. Wer keine Angst vorm Linksverkehr hat, kann sich auch ganz sportlich eines der günstigen Boris Bikes (benannt nach Bürgermeister Boris Johnson) ausleihen und sich ins Verkehrsgetümmel stürzen.



Nachtschwärmer

Man sollte das Londoner Eastend genießen, solange es sich noch ein bisschen seines Underground-Charms bewahrt und nicht zu hipp und überteuert wird, wie andere Londoner Gegenden vor ihm. Die nötige Grundlage für eine Partynacht schafft man am Besten in einem der leckeren und günstigen indisch-pakistanischen Restaurants auf der Brick Lane, zum Beispiel im Curry House Aladin. Da die Betreiber keine Lizenz haben, kann man sich hier einfach seine alkoholischen Getränke selbst mitbringen. So stimmt man sich preiswert auf die Nacht ein.

Neben den großen Partytempeln wie dem Fabric oder dem chronisch von der Schließung bedrohten Ministry of Sound wird auch in Shoreditch zunehmend in DJ-Bars gefeiert. Wenige Schritte von der Brick Lane befindet sich das Café 1001, wo zu elektronischer und Live-Musik getanzt werden kann, ein paar Meter weiter lockt das Big Chill mit einem noch deutlich größeren Mix an Events und Musikstilen.

Ein oft nicht zu unterschätzendes Problem auf dem nächtlichen Heimweg: Hunger. Wen es nach dem Clubbing nach einer herzhaften Stärkung gelüstet, sollte noch mal auf die Brick Lane zurückkehren. Hier befinden sich, direkt nebeneinander, zwei Bagel Shops, die beide 24 Stunden geöffnet haben. Egal ob mit Ei, Lachs, Frischkäse oder pur, ab 35 Pence wird man hier satt und glücklich. Natürlich ist das auch die ideale Gelegenheit, um noch schnell frische Backwaren für das morgendliche Katerfrühstück einzukaufen.

Die beste Bar der Stadt

Der Bookclub in Shoreditch sieht eigentlich nicht aus wie eine Bar, sondern wie die WG, in die wir schon immer einziehen wollten (natürlich ohne unabgewaschenes Geschirr in der Spüle und Haare in der Dusche). In den ausladenden Räumlichkeiten sitzen junge Menschen auf scheinbar wahllos zusammengewürfeltem Mobiliar und trinken Cocktails oder Bier. Im hinteren Teil der Bar herrscht reges Treiben an der blauen Tischtennisplatte, direkt daneben blickt man in die verwunderten Gesichter derer, die gerade festgestellt haben, dass es hier wirklich eine Unisex-Toilette gibt.

Ein mal im Monat laden die Macher am Sonntag Abend in den Keller der Bar zur Reihe mit dem aussagekräftigen Namen Live & Unamplified ein. Während man bei einem Bier oder Burger in den gemütlichen Ledersofas rumgammelt, spielen junge Solokünstler und Bands selbstgeschriebene Acoustic- und Folk-Songs.

Wer einen etwas gemütlicheren Abend im Sinn hat, sollte auch gerne mal die Themse in Richtung Süden überqueren und im Roxy halt machen. Die Bar zeigt unter der Woche immer wieder Filme, die zwar gerade aus den meisten Kinos raus, aber immer noch aktuell sind. Dafür bezahlt man fast schon symbolische drei bis vier Pfund, was angesichts der Kinopreise in London ein wahres Schnäppchen ist. Außerdem sitzt man zusammen mit Freunden auf bequemen Wohnzimmermöbeln und kann vor dem Film noch den ausgezeichneten Veggie Platter genießen.

Nachtlager


Auch bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten stehen einem in London oft die hohen Preise im Wege. Eine gute Alternative, um trotzdem zentral und dabei relativ günstig zu wohnen, findet man in den Studentenwohnheimen der zahlreichen Londoner Universitäten. So öffnet die London School of Economics and Social Sciences zum Beispiel bis zu sieben ihrer Wohnheime für begrenzte Zeit jeweils im Frühling, Sommer und über Weihnachten für Touristen.

Wer außerhalb dieser Zeiten reist und nur geringe Ansprüche, hat findet in einem der sechs EasyHotels (Bild unten) der gleichnamigen Fluglinie eine günstige Unterkunft. Zwar haben die kleinsten Zimmer nur 6 Quadratmeter, ein winziges Bad und kein Fenster, dafür ist man ab 27 Pfund dabei und kann sich vom Fenster bis zum Handtuch alles nach dem Baukastenprinzip dazubuchen.



Ist einem das immer noch zu teuer und verbringt man die Nächte in einer fremden Stadt auch gerne im Schlafsaal mit begeisterten amerikanischen und australischen Backpackern, dann empfiehlt sich das Generator Hostel. Es liegt sehr zentral am Russel Square und ein Bett (aber eben auch nicht viel mehr) bekommt man schon ab knapp 18 Pfund.

Für Sportbegeisterte


Neben dem 60-jährigen Thronjubiläum der Queen gibt es nur ein Ereignis, das die Londoner im Jahr 2012 noch mehr beschäftig: die Olympischen Spiele (Bild unten). Bis zu 800 Millionen Menschen sollen an den stärksten Tagen die ohnehin chronisch überlasteten öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, Geschäftsinhaber werden aufgefordert sich frühzeitig zu überlegen, wie sie mit der Situation umgehen können. Neben dem Chaos und den Folgen der Errichtung des olympischen Parks im Ost-Londoner Stadtteil Stratford bieten die Spiele für Besucher und Sportbegeisterte aber auch große Wettkämpfe.



Die meisten Tickets sind bereits vergeben, aber von Zeit zur Zeit werden online immer wieder Resttickets verfügbar, gerade für die paralympischen Spiele im Spätsommer. Vielleicht gehört man dann ja doch noch zu den Glücklichen, die sich den Kampf um Medaillen im traditionsreichen Wimbledon Club oder beim Beachvolleyball auf dem Horse Guards Parade ansehen können.

Wer keine Tickets für die Wettkämpfe selbst mehr ergattern kann, hat die Möglichkeit an zahlreichen Verkaufstellen in der Stadt preisgünstige Ground Passes zu erwerben, mit denen man die Atmosphäre rund um das Olympiastadium genießen kann, während man die Entscheidungen auf der Großleinwand verfolgt. Zentrale und kostenlose Public Viewing Areas gibt es außerdem im Hyde Park, im Victoria Park und auf dem Trafalgar Square.

Wer vorher schon nach London reist, kann sich bei einer Tour durch den Olympic Parc persönlich ein Bild davon schaffen, ob die Gebäude und Anlagen wirklich so nachhaltig und schonend errichtet wurden, wie behauptet.

Wer nicht zu den Spielen nach London reisen kann oder will, darf sich zumindest an der kürzlich veröffentlichten Tube-Map erfreuen, in der jede Station der Londoner U-Bahn durch einen besonders erfolgreichen olympischen Sportler ersetzt wurde.

Shop 'Til You Drop


Was London in Sachen Shopping einzigartig macht, sind nicht die überlaufenen Einkaufstraßen mit ihrem bekannten Einheitsbrei, sondern die vielen unterschiedlichen und aufregenden Märkte.

Einen Sightseeing- oder Shopping-Tag, möglichst nicht Freitags oder am Wochenende, beginnt man am besten auf dem Borough Market nahe der London Bridge (Bild unten). Hier findet man sämtliche essbare Köstlichkeiten, sowohl für ein Frühstück vor Ort, als auch für einen gemütlichen Abend mit Freunden und frischen, selbstgekochten Gerichten.

Von deutschem Mehrkornbrot, über französische Salami bis hin zu britischem Kuhmilchkäse ist das Angebot breit, international und qualitativ hochwertig. Das ist nicht immer billig, aber gerade das frische Obst und Gemüse ist hier auch nicht teurer als im Supermarkt.



Auch was Märkte betrifft ist Londons Osten momentan die angesagteste Gegend der Stadt. Der sonntägliche Brick Lane Market im East End ist noch nicht so von Touristen überfüllt wie seine bekannteren Brüder auf der Portobello Road in Notting Hill und in Camden.

Verschiedenste Händler verkaufen an den unzähligen kleinen Ständen in den Hinterhöfen der Straße antike Möbel, Vintage Klamotten und handgefertigten Schmuck. Es geht angenehmen chaotisch zu und man sollte nicht überrascht sein, wenn man plötzlich die Jacke wieder entdeckt, die einem am Abend zuvor in einem Club geklaut wurde. Dennoch ist der Markt mit seiner besonderen Atmosphäre ein beeindruckendes Erlebnis, für das man sich ausreichend Zeit nehmen sollte.

Wer dennoch mehr auf konventionelles Shopping steht, sollte wenigstens von Zeit zur Zeit auch die Seitenstraßen der Oxford Street erkunden. In der Carnaby Street zum Beispiel ist es verkehrsberuhigt und etwas weniger überlaufen. Außerdem locken hier neben bekannten Marken auch kleinere Shops und Labels. In der verwinkelten Avery Row, nahe der Tube-Station Bond Street, versteckt sich ganz unscheinbar ein Paul Smith Factory Shop, in dem Artikel vergangener Kollektionen reduziert angeboten werden.

Meet The Locals

Einheimische Londoner trifft man am einfachsten im Fußballstadion sowie in den umliegenden Pubs vor, während und nach dem Spiel. Und auch sonst an allen anderen Tagen. Das Gute am Fußball in London: Die Auswahl ist auf diesem Niveau sicherlich die beste weltweit. Der neutrale Fan kann allein zwischen vier Premier-League-Teams wählen, von denen in der Regel mindestens zwei in der Champions Legaue spielen.

So kann man unter der Woche die königlichen Kicker von Arsenal (Bild unten) oder Chelsea genießen und am Wochenende im eindrucksvoll-traditionellen Craven Cottage mit dem FC Fulham leiden.



Das Schlechte am Fußball in London: Die sportliche Ekstase ist nicht gerade preiswert. Selbst beim aktuellen Zweitligisten West Ham United, dessen Stadion mit seinen blassgelben Türmchen ein bisschen aussieht, als hätte man es aus dem Disneyland entführt, zahlt man für eine Karte zu einem Ligaspiel um die 30 Pfund.

Für Romantiker


Man muss nicht wie Hugh Grant und Julia Roberts nachts über einen Zaun klettern und einbrechen, um Spaß an den Parks in London zu haben. Es reicht schon, wenn man sich an einem sonnigen Sonntagmorgen im Hyde Park auf die Wiese setzt, Leute beobachtet und ein Picknick macht (wobei man natürlich die typisch britische Picknick-Anleitung beachten sollte).

Außerdem finden in den verschiedenen Parks im Sommer immer wieder Open Air-Konzerte und -Theateraufführungen statt. Die weitläufigen Gärten sind somit der perfekte Ort um zu vergessen, dass man sich in der größten Metropole Westeuropas befindet.



Der Tippgeber


Fabian Fechner
(24) studiert noch bis Ende August den einjährigen Masterstudiengang „Politics and Government in the European Union“ an der LSE. Demnächst zieht er von Covent Garden nach Hackney um und freut sich endlich den Touristenströmen zu entkommen.

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