Rapport von Nord: SC Freiburg gegen FSV Mainz 05

SC-Rapporter

Endlich wieder Bundesliga. Endlich wieder Heimspiele des Sportclub. Vorfreude ist irgendwie wirklich die schönste Freude. Die Premiere auf eigenem Platz ging nämlich daneben. Der SC-Rapporter war dabei.



Vor dem Spiel

Auf dem Weg zum Stadion begegnet Fußgängern und Fahrradfahrern Streetart mit dem Konterfei eines strahlenden Christian Streich. Die Sonne tut es ihm gleich. Die Laune ist also gut. Wobei das scheinbar nicht für das gesamte Fanlager auf der Nordtribüne gilt, wie ein Artikel in der Badischen Zeitung beschreibt, wonach es (wieder einmal) Zwistigkeiten mit den streitbaren Ultras gibt.

Die wiederum haben eine schöne Choreografie mitsamt großem Banner und kleinen Fähnchen vorbereitet. Die Diskussionen im Freiburger Fanlager werden weitergehen. Spätestens beim nächsten Heimspiel gegen die Bayern, wenn im Stadion Klatschpappen verteilt werden, wogegen die Ultras stumm protestieren wollen.

Das Spiel

Ein ganz komisches Ding. In der ersten Halbzeit hatte der SC gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, die restlichen 20 Prozent der Mainzer Torhüter Heinz Müller. Allein, es sprangen keine großen Torchancen für den Sportclub heraus. In der zweiten Halbzeit bestand Gefahr, auf der Tribüne wegzudämmern, ehe die Mainzer plötzlich – und irgendwie doch folgerichtig – nach 64 Minuten den Führungstreffer erzielten. Und vier Minuten später noch einen draufsetzten.

Der SC bemühte sich, hatte am Ende 58 Prozent Ballbesitz, und erzielte durch Sebastian Freis den Anschlusstreffer, dem Ausgleich kam die Mannschaft aber nicht nahe. Auch in den letzten Minuten fehlte das leidenschaftliche Anrennen auf des Gegners Tor. Die Kräfte waren wohl ausgegangen, nach dem Schlusspfiff sackten viele SC-Akteure erschöpft auf den Rasen.



König des Platzes

Gab es keinen. Erwähnt werden darf aber Sebastian Freis, der sich nach langer Verletzungspause wieder in die Mannschaft kämpfte, und ackerte wie ein Gaul. Kilometer machte wie üblich auch Karim Guédé. Und Mike Hanke zeigte vor allem in der ersten Halbzeit auch, dass er den SC-Fans noch viel Freude bereiten kann.

Nach dem Spiel

Erfolgsverwöhnt sind die SC-Fans zwar, zu Kopf gestiegen ist ihnen die vergangene Saison jedoch nicht. Die Mannschaft wurde trotz der Niederlage beklatscht, als sie sich mit hängenden Köpfen  für die Unterstützung bedankten.

Fazit

Zwei Niederlagen zum Saisonauftakt, ein ernüchternder Heimauftakt, schwierige kommende Aufgaben in Hoffenheim und zu Hause gegen die Bayern ... das wird keine einfache Saison für den Sportclub.

Egal. Vorfreude ist die schönste Freude. Auf das nächste Heimspiel, auf ein DFB-Pokalheimspiel gegen den VfB Stuttgart, auf die Europa League. Auch auf dem Heimweg lachte die Streetart mit Christian Streich.