Protest gegen Studiengebühren

Jonas Nonnenmann

Gestern um 18 Uhr fand im Vorhof der Universität eine Kundgebung gegen Studiengebühren statt. Etwa 80 Teilnehmer, vor allem Studenten, waren gekommen, um drei Rednern von der Kampagne "Gebührenfrei" zuzuhören.



Die Redner hatten den Steinblock zwischen KG II und KG IV zum Rednerpult umfunktioniert. Alle kamen sie auf die Abschaffung der Studiengebühren in Hessen zu sprechen, wo inzwischen auch die CDU von der Forderung abgerückt ist, Studiengebühren einzuführen.


Der Tenor der Reden: es ist möglich, sich gegen eine Bildungspolitik mit Studiengebühren zu wehren. Dafür sei allerdings der Einsatz jedes Einzelnen nötig. Für Gelächter sorgte ein Betrunkener, der lautstark forderte, die Verantwortlichen der Landesregierung mit Schneebällen zu bewerfen.

Laut Manuel Geist (21) vom Arbeitskreis „Demo und Aktion“ ist die Mehrheit der Studenten gegen Studiengebühren. Die Schwierigkeit der Kampagne sieht er vor allem darin, die Sympathisanten dazu zu bewegen, aktiver zu werden.



Die Kundgebung am Mittwoch war Teil einer Aktionswoche der „Gebührenfrei“-Kampagne: seit Montag machen die Studiengebühren-Gegner mit Infoständen an der ganzen Uni auf sich aufmerksam. Außerdem wurden auf einer Projektion Videointerviews mit Freiburger Passanten ausgestrahlt. Für Ende Januar ist eine weitere Demonstration gegen Studiengebühren geplant.

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Web: Kampagne GebührenFRei