Prof'n'Roll DJ-Battle: Fünf Antworten von Gert Fehlner

Julian Schwizler

Bei den Campus Open in der Mensabar findet am Freitag ein DJ-Battle der ungewöhnlichen Art statt: Uni-Dozenten legen auf, die Party-Crowd kürt den Sieger - und entscheidet damit, welche Fachschaft ihre nächste Fete gesponsert kriegt! Mit dabei: Dr.Gert Fehlner, Geschäftsführender Akademischer Direktor des Englischen Seminars der Uni Freiburg.



Herr Fehlner, Auflegen und Dozieren: Worin liegen die Gemeinsamkeiten?

 


Dr. Gert Fehlner: Beides steht und fällt mit der Fähigkeit, dass man die Leute mitnehmen kann. Man muss die Hörer erreichen und einschätzen können. Dabei darf man sie nicht überfordern, muss aber gleichzeitig auch etwas Neues bieten. Wichtig ist, dass man darauf achtet, dass es auch bekannte Teile gibt. Ich hatte die Idee, einen musikalischen Spaziergang durch die englischsprachige Welt zu machen. Da stößt man allerdings schnell an die Grenzen. Es geht bei dieser Veranstaltung ja einfach darum, dass man abfeiert und nicht, dass man alles didaktisiert. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Tatsache, dass beides in Struktur und Umsetzung durchdacht sein will. Beim Auflegen ist aber wohl das Bauchgefühl noch etwas wichtiger.

Was ist Ihre Lieblingsmusik?

Aktueller Soca aus der Karibik, zum Beispiel von David Rudder oder Destra Garcia. Aber auch Rock aus den 70er Jahren: Deep Purple und Jefferson Airplane sind hier meine Favoriten. Ob diese Künstler auch in meinem Set vertreten sein werden, muss ich mir noch offen halten. Irgendeinen Einfluss davon wird man aber sicher hören können.

Legen Sie am Freitag das erste Mal auf?

Nein, aber es ist viele Jahre her, seit ich als DJ gejobbt habe. Neben dem Studium habe ich immer wieder mal am Wochenende aufgelegt, so ein bis zweimal im Monat. So konnte ich mir ein kleines Zubrot verdienen. Damals gab es noch nicht mal CDs. Meine Plattensammlung habe ich leider der vielen Umzüge wegen abgestoßen.

Welche Rolle spielt Musik in Ihrem Leben?

Ich würde nicht sagen, dass mich Musik ständig durch den Tag begleitet. Durch den begleitet mich der Deutschlandfunk, zum Beispiel fast immer, wenn ich im Zug sitze. Aber es gibt dann auch wieder Zeiten, wo man ganz bewusst sagt: Jetzt muss es Musik sein. Die größte Rolle spielt sie auf langen Autofahrten oder auf Festen. Es gibt nichts Schlimmeres als Partys, auf denen man nur sitzt und isst.

Mit welcher Taktik wollen Sie sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und das Publikum von sich überzeugen?

Ich bespreche mich erst noch mit meiner Fachschaft und versuche, ein Feedback von ihr zu bekommen. Ich bin ja etliche Jahre alt und weiß nicht mehr genau, wie das, was man sich so ausdenkt, dann letztendlich rüberkommt. Gedanken habe ich mir bereits gemacht, aber das große Training kommt erst unmittelbar davor. Musikalisch werde ich es mit einer Mischung aus alten und neuen Stücken aus verschiedenen englischsprachigen Ländern und Stilrichtungen versuchen. Immer mit einem treibenden Beat.

Mehr dazu:

Was: Campus Open
Wann: Freitag, 25. November 2011, 20:30 Uhr
Wo: Mensa Rempartstraße, Freiburg
Eintritt: 5 Euro
Web
: Campus Open Freiburg   [Bild 1: © Yuyu - Fotolia.com, Bild 2: fudder]