Produkttest (Teil 5): Papst-Bier

Adrian Hoffmann

Geld verdienen mit dem Papst: Im September kommt Joseph Ratzinger alias Papst Benedikt XVI. zum zweiten Mal nach Deutschland, um seine bayerische Heimat zu besuchen. Zur Einstimmung darauf gibt es das Papst-Bier, das jetzt auch in Freiburg erhältlich ist. Wir haben uns im Norma (Günterstalstraße, Wiehre) eine Zwei-Liter-Flasche besorgt und für euch getestet:

Produkt: Papst-Bier

Hersteller: Brauerei Weideneder (Tann/Oberbayern)


Schmeckt: göttlich, himmlisch. Ich fühle mich gleich bekehrt. Eine vernünftige Geschenkidee für diejenigen, die an einem Sonntagmorgen nicht wissen, was sie tun sollen - also für einen großen Teil der Menschheit. Das Papst-Bier schmeckt eher süß als herb und geht runter wie nichts - vermutlich, weil es mit einer guten päpstlichen Stammwürze versehen ist. Da flutscht das Vaterunser gleich viel besser! Nach dem Konsum des Zwei-Liter-Monsters werden die meisten zwar gewisse Artikulationsprobleme haben, aber wen stört das schon?

Sieht aus wie: eine eingedampfte Baseballkeule, die Flasche ist monströse 42 Zentimeter hoch und damit viel zu groß für einen handelsüblichen Studentenkühlschrank. Zur Not muss man das Bier also warm trinken. Das blau-weiße Rautenmuster erinnert an die Tischtücher vom Oktoberfest - typisch bayerisch, also. Am Flaschenhals ist ein Signet angebracht, auf dem der Papst zu sehen ist. Er sieht sehr nett aus auf diesem Bildchen, als wolle er sagen: Danket dem Herrn. Unklar ist uns, ob Kirche und Papst Geld kassiert haben für die Abtretung der Vermaktungsrechte. In Ratzingers Heimatstadt Marktl am Inn zoffen sich Händler und Hersteller, wer auf welche Weise mit dem Papst Geld verdienen darf.

Konsumtipp:
  • Kegelausflüge an Maria Himmelfahrt
  • Papst-Besuch im September
Besondere Merkmale: 5.4 Prozent Alkoholgehalt, also überdurchschnittlich viel

Erhältlich bei: Norma (Günterstalstraße)

Preis: Die Zwei-Liter-Flasche kostet 9.99 Euro - ganz schön happig! Aber was macht man nicht alles um des göttlichen Segens willen...