Polizei verwarnt Handy-Fotografen

Markus Hofmann

War da einer der umstrittenen Leser-Reporter der BILD-Zeitung unterwegs? Die Polizei hat gestern bei Pfaffenweiler einen Auftofahrer (36) gestoppt, der mit seiner Handykamera Fotos von einem Unfall gemacht hat

Kurioses erlebten Polizeibeamte am Mittwochmorgen auf der L 125 in Höhe von Pfaffenweiler. Während die Polizeibeamten einen Verkehrsunfall aufnahmen und den Verkehr auf der spiegelglatten L 125 sicherten, sahen sie einen 36 Jahre alten Autofahrer, der eine Unfallstelle passierte und aus dem Auto heraus mit seinem Handy verunglückte Autos fotografierte. Der "fahrende Handyfotograf" wurde angehalten. Auf den Verstoß angesprochen (Nutzung eines Mobiltelefons als Autolenker), reagierte der Mann sehr uneinsichtig. Er wurde angezeigt. 40 Euro plus Verwaltungsgebühr und ein Punkt in der "Verkehrssünderdatei" in Flensburg sind die Folgen. Wenn der Mann seine Unfallfotos an die Bild Zeitung verkaufen kann, wird er die Geldbuße verkraften können.


BILD zahlt für Leser-Fotos, die in der Printausgabe veröffentlicht werden, zwischen 100 und 500 Euro. Die Gefahr, dass Schaulustige und Gaffer als Hobbyfotografen für Ärger sorgen, ist in den vergangenen Wochen von zahlreichen Journalisten thematisiert worden.