Playlist Preview: Pathetic Waste Of Talent im ArTik

Bernhard Amelung

Pathetic Waste Of Talent kommen aus Heidelberg. Sie stehen für Tanzmusik, die von wuchtigen Basswellen getragen wird. Trap, Future Bass, Garage, House - aus diesen Quellen speisen sich ihre Sets. Am Samstag spielen die beiden Nordbadener zusammen mit den Freiburgern Canvas, Subjkts und Eiskaltes Händchen im ArTik. Einstimmen könnt ihr euch darauf mit der heutigen Playlist Preview.



Sinjin Hawke - Crystal Dust

Was ist das, ein Mashup aus Rusties "City Star" und Hudson Mohawkes "Thunder Bay?" Weder noch. Lange bevor diese beiden den Markt der Halftime-Banger unter sich aufteilten, lieferte ein junger Kanadier aus Barcelona mit dieser Synthie-Orgie eine Allzweckwaffe für den Dancefloor und einen der vom Publikum am meisten nachgefragten Tracks unserer Playlist.



KW Griff - Bring in the Katz (L-Vis 1990 Dub)

Rewind, Rewind, Rewind. Jeder kennt das Spielchen, sogar Skrillex höchstpersönlich ist auf Youtube zu sehen, wie er die Katzen immer wieder von vorne reinbringt. L-Vis 1990, der sich bei unserer letzten Party in Mannheim auch nicht zu schade war, "Would I lie to you baby" von Charles & Eddy auf Platte aufzulegen, kontert die brachiale Nummer mit lapidaren Claps und ist dabei genauso assi wie das Original, aber wie immer viel cooler.



Method Man, Missy Elliott & Ludacris - Gravel Pit Gossip (Trap Edit)

Soulmind aus Berlin ist nicht nur ein absoluter Gott des stimmungsvollen Mixtapes, sondern kam auch auf die glorreiche Idee, abgelutschten Trap-Instrumentals und überrepräsentierten Rap-Acappellas durch geschickte Mash-Ups neues Leben einzuhauchen. Nachdem wir mit ihm zusammen einen überlangen Trap-Mix aufnahmen, haben wir uns von der Methode auch ein bisschen inspirieren lassen und produzieren inzwischen eigene kurzweilige Edits nach diesem Schema.



Pasteman & Herobot - Off The Chain

Fast jeder DJ hat wahrscheinlich ein paar Tracks, die er fast in jedem Set spielt, aber fast noch nie von anderen gehört hat. Wir verraten euch jetzt so ein Geheimnis: Wenn ein Track genau in der Mitte zwischen der Wucht von Bass Music und dem Groove von House liegt und auch noch einpeitschende Vocals enthält, drehen die Leute auf jeden Fall durch. Immer. Leider gibt es davon nur ein paar, und "Off the chain" ist einer davon.



Otik - Tremble

Es ist immer spannend, wenn junge Produzenten klassischen Genres neues Leben einhauchen. Otik bedient sich hier raffiniert wohlbekannter Deephouse-Reminiszenzen bei den Pads und Vocals, ballert dann aber eine dermaßen übersteuernde Bassline raus, dass einem Hören und Sehen vergeht. Das sprengt im Club den Subwoofer und lässt die Kids an den Laptopspeakern alt aussehen.



XXXY - Got Me So

Wir hatten das unendliche Glück XXXY bei einer Blank in Mannheim zu Gast zu haben. Danach war klar: Rupert Taylor ist einfach der verdammt noch mal beste DJ in der Szene. Selten hat uns einer unserer Gäste eine solche Lektion an den Decks erteilt. Als Produzent spielt er sowieso immer in einer eigenen Liga, sein aktuelles Release macht da keine Ausnahme.



Dark Sky & Breach - The Click

Dieser unbarmherzige Subbass hat selbst die Nerds im Boiler Room zum Ausrasten gebracht. Eine unglaublich atmosphärische und ausgefuchste Produktion, in der trotzdem alles perfekt im Mix sitzt. Genau die richtige Munition, um die Dramaturgie auf der Tanzfläche anzuziehen ohne gleich den Garage-Hammer rauszuholen. Wer diesen Track hier im Club nicht fühlt, sollte wohl besser wieder in die Lounge-Bar zurück oder ein bisschen Wankelmut hören.



Midland - For (Yacht) Club Use Only

2012 stand dermaßen im Zeichen alter R&B-Vocals und M1-Orgeln, dass einem irgendwann vor lauter Brandy und Aaliyah die Ohren bluteten. Wir lieben zwar klassischen House, aber irgendwie ist es dann auch mal erfrischend, wenn sich Produzenten rein auf die Stärke ihrer eigenen Tracks verlassen. Midland haut hier einen vom Sound klassischer Roland-Drummaschinen angetriebenen Stampfer heraus, der sich zwischen allen Genres bewegt ohne sich dabei auf Klischees zu verlassen. Genauso gefällt uns das.



Friend Within - The Cause

Dieser Track scheint so simpel, ist aber eine unglaublich gut durchdachte Bassbombe. Friend Within hat definitiv die Geheimformel für effektive Club-Banger ohne subtile Schnörkel gefunden. Dass seine Tracks dabei nicht platt sondern frisch wirken, sagt einiges über das Gespür des englischen Produzenten aus. The Cause geht kompromisslos nach vorne und macht uns und der Menge einfach nur Spaß.



Hudson Mohawke - Ooops!

Obwohl wir eigentlich immer auf der Suche nach den neuesten Tracks sind und uns nicht gerne in Sets wiederholen, hat es ein recht alter Titel über die Jahre hinweg immer mal wieder in unsere Playlist geschafft. OOOPS ist die geballte Sexiness, lasziv und mit unwiderstehlichem HudMo-Groove. Vor allem wenn wir bis zum Ende einer Party spielen ist dieser musikalische Lapdance der absolute Oberkiller zum Abschluss einer durchgefeierten Nacht. Da werden noch mal alle Hormone wach und keiner geht mehr allein nach Hause.



Chez x Untitled x Swag Is Dead - 9. 3. 13. at ArTik

Quelle: YouTube



Mehr dazu:

Was: Chez x Untitled x Swag Is Dead w/ Pathetic Waste Of Talent (Blank, Mannheim), Subjkts, Shaddy, Eiskaltes Händchen, Canvas, Uncut, Noodlz, Michael Ellis, u.a.
Wann: Samstag, 9. März 2013, 22 Uhr.
Wo: ArTik