Playlist Preview: Bee Lincoln im Drifter's Club

Bernhard Amelung

Der Freiburger Ralf Barth, auch bekannt als Bee Lincoln, lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Berlin. Dort ist er Resident im Club Crack Bellmer und bespielt als Teil des Spreekader-Kollektivs regelmäßig donnerstags den Club Tresor. An diesem Wochenende kommt er für zwei Gigs in die Region: Am Freitagabend ist er im Drifter's Club zu hören, am Samstag spielt er im Universal D.O.G. in Lahr. Welche Stücke unter anderem auf seinen Decks landen können, verrät er in der Playlist Preview.



Okain – Red Alert

Nig-Nag Knäckebrot oder so, man darf sich seinen Teil denken, was dieses Vocal im Break wohl heißen mag. Jedenfalls macht es einen ganz schön gaga, spätestens wenn die wuchtige Kick eintritt und der hölzern klingende Marschbefehl gegeben wird.

 

Sidney Charles – Whistle

 
Die meisten Releases von Sidney Charles schrubben im üblichen Alltagstechhouse, aber diese 4er EP überzeugt voll und ganz und zeigt, dass es auch anders geht. Speziell „Whistle“ mit dem acidtönenden Einsatz hat es mir angetan.

 

Samu.l – Nostalgia

 
Samu.l ist einer meiner Lieblinge momentan. Sowohl viele toolige Sachen, als auch Peaktime-Geschichten bringt er hervor. Deeptech at its best – kein Set ohne Samu.l!

 

Apollonia – Visa Americain

 
Erst kürzlich und eigentlich viel zu spät bin ich auf Apollonia gestoßen. Wenn man weiß, wer hinter diesem Synonym steckt, schlackern bei mir die Ohren – Dan Ghenacia, Shonky und Dyed Soundorom. Schön trippiger Sound!

 

Frag Maddin feat. Paul PM - Spit it out

 
Acid! Zeitgemäßer verpacken kann man die 303-Klänge kaum. Und mit der leicht bösen Stimme kann schon mal der ein oder andere in Hypnose gequatscht werden. Ebenso alle Daumen hoch für die außergewöhnliche Bassline, grandios!

 

Mano Le Tough – Nothing Good Gets Away

 
“One of the most beautiful tracks in this year”- postete ich letztens. Eigentlich gilt das für das komplette Album, wunderschöne magische Klänge. Aber dieser Track ist erprobt in den frühen Morgenstunden der letzten Monate, wenn die Sonne am Horizont erscheint.

 

Marc Faenger – Chuko Noodles

 
Mein Wunderjunge aus Düsseldorf. Erst noch bei mir zu Gast im Crack Bellmer in Berlin, jetzt bei Richie Hawtin im Space Ibiza. Das Album Anfang des Jahres hatte eingeschlagen wie eine Bombe, und viele Tracks überleben den Sommer in meinem Case. So auch „Chuko Noodles“, dieser loopige House-Track, der ein bisschen an Matthias Meyer’s „Infinity“ erinnert.

 

Francesco Ballato feat. Annie Jacklin – What Can I Do

 
Ein Wink nach Basel und besten Dank für das schöne grüne Vinyl! Schon Wochen zuvor als Promo in den Clubs dieser Welt getestet, schillert nun diese Scheibe auf dem Teller und überträgt ihre tiefen Schwingungen auf die Tanzfläche. Dazu noch Annie’s Stimme, welche jeden einwickelt. Äußerst sexy!

 

Quenum – Pornflake

 
Einer meiner Sommerlieblinge. Ob Open Air oder drinnen, er funktioniert überall, auch wenn die Stimmung abgepasst werden muss, denn das Gitarrengezupfe geht tief unter die Haut. Nach einem langen Aufbau mit extrem grooviger Bassline und wildem Geshake ist die Gitarre wie die Erlösung und lässt die Zeit vergessen.

 

Bee Lincoln – Gamma Ray Burst

 
Eigenwerbung stinkt, ich tu es trotzdem. Bald erscheint „Gamma Ray Burst“ auf Vinyl bei Curl’s Label Luos Records. Wie der Titelname bereits in sich hält, ist dies ein mit mächtiger Energie agierender Track. Nach einem Bassline-Galopp und verzwirbelter Stimme bricht eine hypnotisierende Synth-Fläche aus. Monatelange bereits getestet und für einwandfrei empfunden. Feuer frei!



Mehr dazu:

Was: Min2Max w/ Bee Lincoln, Martin Mingres, Eazy M.
Wann: Freitag, 30. August 2013, 23 Uhr.
Wo: Drifter's Club, Freiburg.