Playlist Preview (76): DJ Netto

Marc Schätzle

Die Playlist-Preview: Wir befragen einen DJ, der am bevorstehenden Wochenende in einem Club auflegen wird. Auf welche Platten freut sich unser Playlist-DJ ganz besonders? Was verbindet er mit diesen Platten? Heute am Start: DJ Netto.



Morgen abend gibt's im Grünhof eine Streetartausstellung der vier Künstler, Dust, Beat, Nastdafoe und Index. Bei der darauf anschließenden Party werden die DJs Marvelousmo und Netto vom Breakbeat Movement (Jungle Club) Musik machen. Die Ausstellung und Party kosten keinen Eintritt.


Diese Platten hat Netto mit dabei:

01. Donnie Dubson: Goonies
Lockerer Liquid Tune mit einer leicht trancigen Fläche und einem super Break der HipHop-Part in der Mitte wärmt die Beine schon mal auf gut für den Anfang

02. Utah Jazz: Spit Level
Sehr musikalisch mit einem Piano, das im Gehirn hängen bleibt. Genauso füllt es auch die Tanzfläche. Absoluter Ohrwurm, wenn ich ein Utah Jazz-Stück spiele sehe ich ihn immer vor meiner Haustüre liegen! Als wir ihn buchten sollte er bei mir schlafen damit wir das Hotel sparen konnten allerdings war ich so besoffen, dass ich meinen Schlüssel im Palladium vergass,  also mit dem Taxi zurück, wieder zu hause schlief er dank Jägermeister selig vor meiner Türe und war nicht mehr wach zu bekommen.

03. Saburuko: Avec moi
So langsam kann die Party beginnen. Ein sagenhaftes Intro mit Frauengesang, das sich permanent steigert bis die distorted Bassline einsetzt und alle Hindernisse aus dem Weg räumt.

04. Calibre: Suddenly
Er ist bekannt für seine minimalen Liquid-Roller. Auf seiner neuen LP Overflow schlägt er aber zum Teil einen recht deepen, elektroiden und härteren Weg ein. Mein Liebling ist Suddenly. Warum? Plötzlich marschiert diese Rhythmusmaschine los, bei der sich die Junglists einen Knoten in die Beine tanzen. Die Beats knallen wahnsinnig.
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05. Shock one: The calling
Hier gibt es verrückte Synthies, verbunden mit einer kraftvollen Bassline und Heavy Breakbeats was will man mehr.

06. John B: When the time comes
Ein Mix aus Elektro und D'n'B, der sehr gut auf dem "Tanzflur" funktioniert. Die bekannten Technoelemente machen es jedem einfach mit dem Arsch zu wackeln. Mit seiner Schminke im Gesicht und einer dose Haarspray in der Matte wird auch live einiges geboten. Zu sehen im November beim 7-jährigen Jungle Club Jubiläum im Palladium.
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07. Sub Focus: Timewarp
Endlich ist sie draußen! Seit einigen Monaten macht Timewarp die Runde und ist jeder Playlist der großen DJ's. Synthiemadness, acidgeklicker und ein untypischer D'n'B-Beat zeichnen dieses Stück aus.
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08. DJ Vapour: Sharpside
Ein sehr minimaler Roller mit furtztrockenen Beats. Man muss die Platte länger laufen lassen, damit sie sich richtig entfalltet, denn langsam aber sicher schleicht sie sich ins ohr und knallt immer mehr (achtung suchtgefahr). Wenn dann die Acidline einsetzt will der Durchschnitt nur noch heim zu Mama. Eine Platte füt die spätere Stunde.

09. Martsman: 8-Bit Bouncer
Der Mann der Stunde. Ein Kosmos aus komplexen Rhythmen, sägenden Soundeffekten und knurrenden Bässen. Eine Mixtur aus Drumfunk und JumpUp, wobei der Wobble tief in das Säurebad getaucht wurde. Alles herrlich analog.
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10. Pendulum: Showdown
Love it or hate it! Raus aus dem Studio, rauf auf die Bühne, ein hartes Gitarrenriff, Geschrei und ein D'n'B Rhythmus! Kann ein Stück mehr Power haben? Hier werden selbst Metalfans und Hardcorefreaks schwach.
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Mehr dazu:

Was: Hang Em High
Wann: Samstag, 23. August 2008, 22 Uhr
Wo: Grünhof
Eintritt: frei

Noch mehr Termine:

Alle Termine zum Wochenende findet ihr in unserem fudder-Partyplaner "Wo rockt's?". Termine unter der Woche, findet ihr unter der Rubrik Kalenderbeim Navigationspunkt "Freie Zeit". Viel Spaß beim Stöbern.