Playlist Preview (75): Bee Lincoln

Marc Schätzle

Die Playlist-Preview: Wir befragen einen DJ, der am bevorstehenden Wochenende in einem Club auflegen wird. Auf welche Platten freut sich unser Playlist-DJ ganz besonders? Was verbindet er mit diesen Platten? Heute am Start: Bee Lincoln.



Heute abend gastiert Eazy M.'s Nachtasyl im !Z. Dazu hat er sich zwei illustre Gäste geladen, Marc Baxter aus Basel und Bee Lincoln. Letzterer spielt morgen auch im Supermarket Club bei "Glamourama" nach der Streetparade, auf der auch Headliner Loco Dice zu hören sein wird. Los geht's um 23 Uhr.


Diese Platten hat Bee Lincoln mit dabei:

01. Kohlbecker & Eilmes – Tabasco (Dreielf)
Die Einen mögens, die anderen nicht. Für mich ist es einer der Sommerhits 2008. Scharf wie Tabasco schmiegt sich die mexikanische Sombrero-Melodie nach einer effektvollen Einleitung in den Track und erzeugt „Welcome-To-The-Valley-Of-Death“-Stimmung. Zwei meiner Lieblingsprotagonisten (Delano & Crom) tragen die Remixe bei, wobei Andre Crom mit aufgespulten Einlagen und Reverses den Abschuss bringt und somit mein auch Feuerwerk gen Tanzfläche.

02. DJ Emerson – Supertight (Microfon)
Groovy and a bit klicking, abgehackte Vocals und treibende Snares – was will man mehr? Die Abnormal Boyz, Newcomer-Trio aus Italien, wollen mit Biegen und Brechen jeden Arsch wackeln sehen. Hört selbst und seid bereit für „Shut The Fuck Up“ und tanzt.

03. Basti Grub – Vol. 7 (Höhenregler)
Afrika meets Minimaltechno! „Direkt aus dem Busch“ ist der Name des A-Seiten-Titels und wird mehr wie sprichwörtlich genommen. Stammesgesänge und Lagerfeuertrommeln vermitteln das Gemeinschaftsgefühl von afrikanischen Völkern, das hierzulande oft zu kurz kommt. Mir persönlich gibt dieser Track ein derart warmes Gefühl, dass die Gänsehaut nach Ewigkeit schreit.

04. A-Inc. – Disorderly Forest (Afulab)
Wann findet man schon eine Scheibe, auf der 3 Granaten vorhanden sind? Alles extremst tanzbare Tracks, wobei sich „Disorderly Forest“ und „Glimmerly Firefly“ auf zerspringende Riesenseifenblasen stützen, und letzterer durch aufbäumende Distortions und sonstiger Effekt-Wirrwarr der Crowd den Rest gibt! Einfach fein…

05. Daniel Steinberg – Vivafiwa (Style Rockets)
So fuckin’ funky shit kommt wieder einmal vom Aufbrecher des Jahres – Harry Axt aka Daniel Steinberg. Zerhäckselte Vocals und ein bisschen Gebleepe auf gepimptem Minimal sind sein Erfolgsmaterial und meine Höhepunkte der Sets. Da lässt sich einfach gut spielen mit und gibt den nötigen Kick für alle Schreihälse auf der Tanzfläche.

06. Heinrichs & Hirtenfellner – Bazar Inflagranti (Highgrade Records)
Ohne Frage einer meiner Lieblings-Acts! Die aufstrebenden Newcomer aus Berlin, wenn man das noch so nennen darf, treffen mit all ihren aktuellen Tracks meinen Geschmack, und mit dem Bazar Inflgranti das mit dem pumpenden Drums sich schön nach vorne galoppiert, dabei diesen orientalischen Touch mit sich inne hält, steht dieser Track ohnehin im absoluten Aufschwung des Jahres 2008.

07. Transform – Transformation (It Sounds)
Schön perkussiv und dennoch eher was für die „weichen“, jedenfalls genial-gefühlvoll die Frauenstimme, die beim Tobi Neimann Remix immer wieder in Erscheinung tritt und die Gänsehaut hervorruft. Das ist mein persönlicher Ibiza-Beitrag für euch.

08. Platform B – 7 (Platform B)
Lützenkirchens Zweitlabel für all seine Freunde und Entdeckungen scheint zum Dauerbrenner zu werden. Auch mich reißt diese ziemlich nach vorne. Elektrifizierte Orgien auf einem supergeilen Rumpelbass ist der perfekte Abschuss für die Peaktime. Anspieltipp: das „Phosphor“ Original vom Lütze und „what comes in goes out“ vom Münchner Newcomer Emin Corrado.

09. Paco Osuna – Orbeat (Plus8)
Diese Scheibe will einfach nicht mehr aus meinem Koffer, und dieses „Bongas“ nicht mehr aus meinem Kopf. „Transheet“ ist der Name des Titels und so deep und in den Raum greifend, dass es sämtliche Nackenhaare stellt. Typisch M_nus eigentlich! Ich sag einfach nur „Bo....Bongas“, hört selbst hin und ihr wisst was ich meine.

10. Man D.A. – Gold Series 04 (Gold Series)
Unglaublich swingend und antreibend präsentiert sich dieses Ding, hat eine hypnotisierende und zugleich funky Sequenz drin, bei der es einem schwer fällt still zu stehen. Die kriegt wirklich jeden Dancefloor zum Überlauf. Gold Series 04 ist einfach eine Waffe, die man in einem Set wie meinem der Crowd an die Brust legen muss.

Mehr dazu:

Bee Lincoln: MySpace Was: Nachtasyl
Wann: Freitag, 8. August 2008, 23–3 Uhr
Wo: !Z
Eintritt: €5

Noch mehr Termine:

Alle Termine zum Wochenende findet ihr in unserem fudder-Partyplaner "Wo rockt's?". Termine unter der Woche, findet ihr unter der Rubrik Kalenderbeim Navigationspunkt "Freie Zeit". Viel Spaß beim Stöbern.