Playlist Preview (119): Groundshaker

David Weigend

Die Playlist-Preview: Wir befragen einen DJ nach seinen Tracks, die er am Wochenende auf jeden Fall in einem Club auflegen wird. Auf welche Platten und Tracks freut sich unser Playlist-DJ ganz besonders? Was verbindet er mit diesen Liedern? Dieses Mal mit DJ Creation (Pop Galore, The Jam Club). Er legt morgen Abend im Great Räng Teng Teng auf.



"Der Groundshaker steht im Zeichen des Soul: er lässt die Vergangenheit zur Gegenwart werden und umgekehrt. Altes steht neben Neuem, angetrieben von der gleichen Idee und einer gemeinsamen Motivation. Nennt es Rhythm & Blues, Soul, Boogaloo, Beat. Die Schublade ist egal. Es geht um das, was die Musik erzählt", sagt Oli alias DJ Creation. Ausnahmsweise legt Creation morgen alleine auf, da sein Kollege Casino verhindert ist.


Diese Lieder hat Creation dabei:

01. Moving Sounds - Groundshaker

Der Song, der unserem Abend den Namen gab und auch wörtlich verstanden werden soll. Perfekt als Einstimmung, erzeugt er doch bei entsprechender Lautstärke immer wieder Euphorie. Die Schweden haben übrigens auch eine superbe englische Coverversion des Howard Carpendale-Mod-Stompers „Du hast mich“ auf ihrem letzten Album veröffentlicht, “You have me“. Spielen wir vielleicht auch.

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02. Al Wilson - The Snake

Der Smasher von Al Wilson aus dem Jahre 1968 inklusive obskurster lyrics. Wird bei Soul-Weekendern so gut wie gar nicht mehr gespielt, da „zu bekannt“ und weil man dann nicht mehr damit protzen kann, ein besonders rares Teil gefunden zu haben. Aber an diesen Dogmen arbeiten wir uns nicht ab. Gespielt wird, was knallt.

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03. Melba Moore - Magic Touch

Auch ein Riesenhit in der Northern Soul-Szene. Wird deshalb auch nicht mehr oft gespielt. Mir egal. Soul snobism sucks!

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04. Lou Lawton - Knick knack patty wack

KillerhitKilllerhitKillerhit! ‘Nuff said.

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05. Liberty Belles - Shing-a-ling time

Soulmover von den Liberty Belles (ex-Rosettes,ex-Darlettes) aus dem Jahre 1967: uptempo, rau, tanzbar. So soll es sein.

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06. Third Degree - Mercy

Modern Soul-Coverversion des Hits von Duffy auf dem famosen Acid Jazz-Label. Das hier hat jedoch ordentlich Wums und wenn die Welt eine gerechtere wäre, würde diese Version in den Radios rauf und runter genudelt werden.

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07. Georgie Fame - Somebody stole my thunder

RnB/Blue Eyed Soul aus UK aus dem Jahre 1969. Hat auch eine tolle „Sunny“- Version eingespielt und ist durch sein „Yeh yeh“ bekannt geworden. Sein Spätwerk aus den 70ern/80ern ist zu vernachlässigen.

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08. Ray Barretto - Soul drummer

Ray Barretto war immer im Auftrag des Jazz, Souls & Salsas unterwegs und hier gelingt ihm 1968 ein Boogaloo-Wahnsinn. Percussion galore! Wer sich mit ähnlichem Sound auseinandersetzen möchte, sollte sich einen der zahlreichen Boogaloo-Sampler (etwa „Boogaloo Pow Wow“), Platten von Ray Barretto („Acid“) oder dem Joe Cuba Sextet zulegen. Ebenso emfehlenswert: Platten der Labels Fania, Tico, Alegre, Cotique und Vampisoul.

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09. The Quik - Bert's Apple Crumble

Ein RnB-/Freakbeat- und vor allem ein Hammond-Monster der Extraklasse von 1967. Think of The Mohawks, Booker T, Meters etc.

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10. Miracle Workers - Love has no time

Einer meiner Lieblingssongs ever. Treibender, nach vorne gehender Neo-Fuzz der US-Amerikaner aus dem Jahre 1985. Oft gecovert, aber an dieses Original kommt keiner dran.

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Mehr dazu:

Was: DJ Creation legt Soul auf
Wann: Samstag, 27. Juni 2009, 22 Uhr
Wo: The Great Räng Teng Teng, Grünwälderstr. 16 (MySpace) Eintritt: frei