Playlist Preview (112): The Groove Inferno

fudder-Redaktion

Die Playlist-Preview: Wir befragen einen DJ nach seinen Tracks, die er am Wochenende auf jeden Fall in einem Club auflegen wird. Auf welche Platten und Tracks freut sich unser Playlist-DJ ganz besonders? Was verbindet er mit diesen Liedern? Dieses Mal das Berliner Duo The Groove Inferno. Sie spielen morgen abend beim einjährigen Jubiläum des Mon Minou-Clubs im Harmoniekeller.



Die Herren Curv (Bild)  und Sonar bilden gemeinsam das Berliner Groove Inferno und ihre ausgesuchte Setlist würde durchaus auch ins Root Down passen. Doch nein, morgen spielen die beiden im Mon Minou. Dass es ein vielversprechender Abend werden könnte, darauf lässt der Inhalt ihrer Plattenteller schließen.


Diese Tracks hat Curv  mit dabei:

01. Paul Murphy & Marc Woolford Project – Jazz Room (Spiritual South RMX) – Afro Art Die „Jazz Room“ ist für mich mein feinstes Stück Vinyl seit Jahren. Das Intro dieser Platte mit einem einzigen Vocalton ist magisch und zieht einen sofort in den Bann. Hat sie einen erstmal, haut sie einem einen wahnsinns Jazzgroove um die Ohren, um dann in den schönsten Streichern zu enden. Episch.
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02. Speaker Junk – Foxxy – Dubsided Ich steh nicht unbedingt auf aktuelle Mash-Ups (meistens sind es ja doch nur Edits bzw. Remixe) und ich mag auch nicht offensichtlich gesampelte Hits. Bei dieser Nummer ist alles anders. Minimal mit einem Drive sondergleichen plus Jimi Hendrix – was will man mehr? Funktioniert immer!
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03. d.p.p.m.b. EP – Henrik Schwarz | Ame | Dixon – Innervisions Die Spannungskurve zeigt bei diesem Track straight nach oben. Eine kleine Vocalphrase und eine konstant gleichbleibende Bassline führen direkt in eine wahnsinns Chordfolge gegen Ende. Auf die muss man allerdings fast fünf Minuten lang warten. Aufgrund seiner Monotonie für mich eine der besten Housenummern der letzten Monate.
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04. Busy P - To Protect And Entertain feat. Murs - Crookers remix – Ed Banger Die Originalnummer ist ein lässiger Hip Hop Track. Der Crookers Remix dagegen ist ein Schlag ins Gesicht. Deutlich schneller mit derbem, boogie Beat, besser ausgearbeitetem Refrain und einem mächtig rotzigen Bass. Lädt ein zum rumspringen und pogen. Einfach Rock 'n' Roll.
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05. Tim Deluxe – Touch Me – Skint Records Der Song mit dem dümmsten Text ever? „Please, please, enjoy me, you got the touch, sexy body, everybody.“ Keine Ahnung. In meinem Set einer der Songs mit den meisten hochgerissenen Armen. Er wird immer gefeiert und ist daher einfach nur cool. Nix für Nerds!
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06. Koop – Drum Rhythm A (Christian Prommers Drumlesson Mix) – Compost Records Den Spagat zwischen Jazz und gutem Elektro, Minimal oder House schaffen Künstler selten. Christian Prommer gehört defenitiv dazu. Interessanterweise macht er einen seiner schönsten Remixe mit seinem Jazzprojekt Drumlesson. Wow!
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07. Kraak & Smack – Mad as Hell – Jalapeno Die Nummer war ein Aha-Effekt und leitete meine schon immer vorhandene Begeisterung zu den dickeren Beats ein. Auf der B-Seite von Funk Ass Rotator zu finden, ist dieser Track die unterschätzteste Nummer der beiden Niederländer.
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08. The Count & Sinden feat. Kid Sister – Beeper – Domino Recording Was mich oft nervt, sind Fragen nach mehr Deepness. Ich selbst frag mich dann immer, will ich auf dem Floor denken oder tanzen? Nee. Ich will richtig Abfeiern und dazu brauch' ich dann die Beeper Platte.
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09. Boogie Army – Sex, Drugs, Rock'n'Roll – Gene Pool Hab' das Projekt gerade ins Herz geschlossen, da hörte ich auch schon wieder, dass die beiden Jungs sich aufgelöst haben. Ihr Erbe ist eine der coolsten Breakbeat Scheiben ever und da Martin Hörger gerade mit Leeroy Thornhill an Tracks arbeitet, kommt vielleicht was ebenso Spannendes bei raus.
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10. DJ Defkline and Red Polo – Your Love – Hot Cakes Pünktlich zum Release des neuen Prodigy Albums haute Defkline die Your Love raus und man denkt, das kann kein Zufall sein. Defkline zitiert unerhört offentsichlich The Prodigy und trotzdem kann man dem Charme dieser Nummer nicht entkommen. Rockt!
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Diese Tracks hat Sonar dabei:

01. Bunni Groove (Chinese Man Records) Als ich sie endlich in den Händen hielt, war ich einfach nur glücklich, denn es wurden nur 500 Stück davon verkauft. Was für ein Wahnsinnsaufbau. Für mich ist Bunni Groove die beste Funknummer der letzten Jahre.
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02. Ye: Solar -Hit Hot- (Vinyl Vibes Records)
Von dieser Nummer kann ich gar nicht genug bekommen. Was für ein Drive. Unglaublich, wie sie immer weiter und weiter schiebt. Ich kann nur jedem empfehlen, sich einmal live dieses Trio aus Berlin reinzuziehen. Großartig.
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03. Soopasoul – Twin Stix- (Jalapeno Records)
Percussion vom allerfeinsten vereint diese Nummer in sich und dabei geht die Spannungskurve immer weiter nach oben. Einer meiner absoluten Lieblingstracks.
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04. Console-Dirt On The Wire (Virgin)
Martin Gretschmann hat es mit Console geschafft, mein Interesse für elektronische Musik zu wecken. Wie auch bei dieser Nummer, bei der Elektro gepaart mit einer Prise Clash mich und das Publikum immer wieder auf's Neue
begeistern.
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5. Kraak Smaak-Hallo Big Mama (Jalapeno Records)
Mit einem wahren Soundgewitter beginnt Hallo Big Mama und lässt kein Tanzbein mehr in Ruhe. Einen guten Groove besitzt dieses Stück, das das Publikum immer wieder in Ekstase versetzt.
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Mehr dazu:

Groove Inferno: MySpace& Web

Was:
Curv und Sonar aka Groove Inferno im Mon Minou
Wann: Samstag, 2. Mai 2009, 23 Uhr
Wo: Mon Minou, Grünwälder Straße 16

Noch mehr Termine:

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