PDF-Dateien in PowerPoint-Folien umwandeln

Christoph Müller-Stoffels

PDF-Dateien sind großartig! Relativ sicher, einfach handhabbar, klein und gut zu versenden. Allein bearbeiten lassen sie sich nicht so leicht, wie man manchmal möchte. Ein Web-Dienst will dem nun abhelfen. Er verwandelt sie in PowerPoint-Dateien. Was das soll? Wir haben uns den Dienst angeschaut.



Der Name hat was von 0,5-Liter-Bierdosen, auf denen "Bier" steht. convertpdftopowerpoint.com lautet die URL und bezeichnet gleichzeitig, was der Dienst machen will: PDF-Dateien in Powerpoint-Dateien umwandeln.


Die Idee dahinter ist einfach. PDF-Dateien lassen sich einfach und kostenlos erstellen. Bearbeiten kann man sie aber nur, wenn man sich der Software bedient, die bei Anbieter Adobe für gute 600 Euro im Angebot ist. (Natürlich gibt es auch kostenlose Software, aber wir gehen mal vom schlimmsten Fall aus.) Wenn man die PDF-Dateien allerdings in Powerpoint-Folien umwandelt, lassen sie sich durchaus verändern und hinterher wieder in PDF-Dateien umwandeln.

Der Vorgang stellt sich recht einfach dar. Man lädt auf der Site des Umwandlers seine PDF-Datei hoch, gibt seine Email-Adresse ein, fragt sich, ob man der Versicherung, die Adresse würde nicht an Dritte weiter gegeben, trauen sollte, und erhält ein paar Minuten später eine Mail mit dem Download-Link für die erstellte Powerpoint-Datei.

Soweit die Theorie, denn die Praxis sieht ein bisschen anders aus. In acht von zehn Fällen bekam ich eine Fehlermeldung. "The conversion has failed." Woran das liegt? Erst hielt ich es für ein Browser-Problem und wechselte von Firefox auf IE. Doch nach zwei positiven Resultaten fingen auch hier die Fehlermeldungen an. Vielleicht die Länge der Texte? Gut möglich, denn die beiden Dateien, die erfolgreich konvertiert wurden, waren nicht länger als eine Seite.

Und wenn es dann geklappt hat, lässt sich die Powerpoint-Folie wirklich problemlos bearbeiten, Texte können editiert werden, Grafiken lassen sich verschieben. Nur ob es klappt, ist nie ganz klar.

Wer sich nun aber dem Problem gegenüber sieht, nicht über Powerpoint zu verfügen, dem sei die OpenOffice-Version Impress ans Herz gelegt. Ersatzweise empfiehlt sich ein Blick nach Alternativeto.net, wo weitere Ausweichmöglichkeiten zu teurer Software aufgelistet sind.

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