Online-Umfrage zu Praktika im Studium

Christian Deker

"Generation Praktikum": Tausende armer Studenten werden von bösen Unternehmen schamlos als billige Arbeitskräfte ausgenutzt – dieses Szenario geistert seit geraumer Zeit durch die Medienwelt. Ob an dieser Entwicklung wirklich etwas dran ist, will das DGB-Hochschulinformationsbüro Freiburg herausfinden. In einer Online-Umfrage können Freiburger Studenten von ihren Erfahrungen berichten und damit helfen, ein realistisches Bild von der Praktika-Wirklichkeit zu zeichnen.

Joachim Ruth vom Hochschulinformationsbüro ist auf das Ergebnis der Umfrage gespannt. Nämlich nicht nur Berufsanfänger, die schon einen Studienabschluss in der Tasche haben, sind von dem Problem betroffen. Auch schon während Studiums werden junge Menschen als billige Arbeitskräfte eingesetzt. „Viele Hochschulen schreiben Pflichtpraktika vor oder haben Praxissemester in die Studiengänge integriert“, sagt Ruth. „Viele Betriebe und Verwaltungen schließen daher Lücken im Personalbestand durch billige Praktikanten.“


Das Hochschulinformationsbüro vermutet, dass die arbeits- und sozialrechtlichen Vorschriften nur selten eingehalten werden. So werden die Praktikanten wahrscheinlich nur spärlich bezahlt, schriftliche Verträge existieren kaum.

Der DGB hat eine Checkliste mit allen Punkten erstellt, auf die man als Praktikant achten sollte. So sollte ein Vertrag geschlossen werden, der Regelungen über folgende Punkte enthält:

•    Beginn und Dauer des Praktikums
•    Höhe der Vergütung
•    Dauer des Urlaubs
•    Dauer der Arbeitszeit
•    Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
•    Kündigungsvoraussetzungen
•    Ausbildungsplan (Ablauf und Inhalt des Praktikums)Hier gehts zur Umfrage

Mehr dazu:

DGB-Hochschulinformationsbüro Freiburg
hib-freiburg.de