Nur 2,7 Prozent Wahlbeteiligung: Der neue Migrantenbeirat ist gewählt

Alexander Schumacher

Die Beteiligung an der Wahl zum Migrantenbeirat am Sonntag hat sich seit dem letzten Mal halbiert – auf nur 2,7 Prozent. Die neunzehn Mitglieder des Gremiums stehen trotzdem fest.



Zahir Nazary darf sich freuen, denn mit 366 Stimmen hat er in der Wahl zum Migrantenbeirat am Sonntag am besten abgeschnitten. Dicht hinter ihm liegen Lucia Maria Rolim-Schulz mit 351 Stimmen und Nora Nicole Quevedo-Maier mit 330 Stimmen sowie weitere 16 neugewählte Mitglieder des Migrantenbeirats in einem recht ausgeglichenen Wahlergebnis.


Weniger erfreulich ist allerdings die geringe Wahlbeteiligung: Nur 713 der insgesamt 26 670 Wahlberechtigten stimmten über die Zusammensetzung des Gremiums ab, was einem Anteil von 2,7 Prozent entspricht. Im letzten Wahlgang 2010 lag die Beteiligung noch bei 6,1 Prozent.

Der Migrantenbeirat setzt sich aus 19 Mitgliedern zusammen und hat im Gemeinderat zu allen Themen Mitspracherecht, jedoch kein Stimmgewicht. Da Nicht-EU-Bürger in Kommunalwahlen nicht stimmberechtigt sind, tritt der Beirat für ihre politischen Interessen ein.  

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