SC-Kultstürmer

Nils Petersen verletzt sich im Training und fehlt gegen die Bayern

Michael Dörfler

Ohne Top-Angreifer Nils Petersen wird der SC Freiburg am Samstag wohl gegen den FC Bayern München antreten müssen. Petersen zog zieht sich im Training eine Muskelverletzung zu.

Ein langer Ausfallschritt im Training, dann war’s passiert: Nils Petersen wird am Samstag gegen den FC Bayern "mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 Prozent" (Trainer Christian Streich) zu den Zuschauern gehören. Am Donnerstag weilte der Angreifer in der Klinik, Bilder sollen Auskunft über die Schwere der Verletzung geben. Beim Sportclub hofft man, dass der Stürmer mit einer Muskelzerrung davon kommt.


Ein Ausfall des besten SC-Torschützen in der Fußball-Bundesliga dürfte womöglich taktische Veränderungen bei den Freiburgern nach sich ziehen. "Vielleicht stellen wir hinten auf eine Dreierkette um", sagte Streich am Donnerstag im Rahmen der Spieltagspressekonferenz. Nicht ausschließen will der Trainer auch, dass er die Mannschaft statt mit drei Stürmern in vorderster Linie "nur mit einem ganz vorne und zwei etwas dahinter", gegen die Münchner agieren lassen könnte. Namen ließ er in diesem Zusammenhang außen vor.



Zurückhaltend reagierte Streich auch auf die Frage, ob sich der nach seiner langen Verletzungspause wieder im Mannschaftstraining befindliche Nicolas Höfler zu einer Alternative werden könnte. Höfler sei wieder "voll dabei", sagte Streich, bezweifelte aber, dass die Bayern der richtige Aufbaugegner für den strategisch wichtigen Höfler sein könnten; "Chicco gehört aber zum Kader".

Weiter gedulden muss sich auch Philipp Lienhart. Der österreichische Abwehrspieler leidet noch immer an der Gehirnerschütterung, die er sich bei einem Zusammenprall im Spiel gegen die Berliner Hertha zugezogen hat. Ebenso fehlen werden Keeper Mark Flekken, dessen Adduktoren Probleme bereiten, dazu Nico Schlotterbeck, den es an der Schulter erwischt hat.

Den FC Bayern werde man empfangen, "wie man eben in Südbaden Gäste empfängt", sagte Streich vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) "auf das sich alle freuen". Die Freundlichkeit gehe aber nicht so weit, dass man freiwillig und ohne Gegenwehr Punkte verschenken wolle. "Wir werden schon versuchen, auch gegen die Bayern möglichst guten und erfolgversprechenden Fußball zu spielen."