Nightlife-Guru: Grand Slam im D.O.G.

Nightlife-Guru

Am Samstag lud die Redaktion von subculture zur zweiten Grand Slam Party, wieder ins Universal D.O.G. nach Lahr. Als prominente Gäste spielten DJ Hell und die Berliner Elektroniker Pan Pot. Ob die Party hielt, was sie versprach, berichtet der fudder Nightlife Guru.



Die Jungs an der Tür

Die Türsteher im D.O.G. sind bei Elektropartys ein Phänomen. Wer auch immer den Eingang durchqueren will, niemand wird ernsthaft überprüft oder gemustert. Auch am Samstag ist es nicht anders. An der Kasse bezahle ich 20 Euro für den Eintritt. Da die Uhr mittlerweile 0.30 Uhr zeigt, komme ich leider nicht mehr in den Genuss des „Early Bird Tickets“ (bis 23 Uhr kostet der Eintritt 16 Euro).

Gegen 0.40 Uhr bin ich auf der Party und in den folgenden zehn Minuten sehe ich, wie gleich fünf Gäste vor die Tür befördert werden. Die Gründe dafür liegen wohl in zu hohem Alkoholkonsum und in der Einnahme von illegalen Betäubungsmitteln. Solche Besucher vor die Tür zu setzen bleibt an diesem Abend auch die einzige Aufgabe der Türsteher.



Inneneinrichtung

Besondere Inneneinrichtung gibt es leider so gut wie gar nicht. Nur in der Hall, die als Mainfloor von Hell und Kollegen beschallt wird, wird die Deko durch Feinheiten ergänzt. Wie schon beim ersten Grand Slam gibt es längliche LED-Leuchten mit wechselnden Farben. Zusätzlich wird das Label Logo an eine Wand hinter dem DJ-Pult projiziert. Allerdings gibt es diese Specials nur während des zweistündigen Sets von DJ Hell.

Wer war da?

Mehr Männer als Frauen. Während DJ Hell auflegt, sind mindestens 75 Prozent Männer auf der Tanzfläche. Auch auf den anderen Floors ist das Verhältnis nicht anders. Die meisten der Besucher tragen lässige Kleidung.

Ein oft gesehenes Accessoire ist die gute alte Pornobrille, die viele Gäste in sämtlichen Variationen tragen. Am Mainfloor tanzt ein Paar an einer der beiden Gogostangen. Beide tragen ein komplettes Lederoutfit, sind schwarz geschminkt im Gothicstil. Mit ihrer ganz eigenen und sehr intimen Tanzschau sorgen sie für deutlich mehr Aufmerksamkeit als die normalen D.O.G.-Gogos.

Kurz vor Ende der Party stiefelt eine gemischte Gruppe in die Discothek, durchweg mit Plateauschuhen ausgestattet. Ob das der Start einer kleinen Renaissance ist, hoffen wir lieber nicht. Ebenfalls anwesend sind einige bekannte Menschen aus dem Freiburger Nachtleben, die sich fast alle um oder vor das DJ-Pult drängen.



Party-Atmosphäre

Zwar sind alle Besucher am Feiern, doch der ganze Abend hat etwas Komisches. Auf jedem Floor scheint die Feierlaune synthetisch hochgejazzt. DJ Hell kombiniert diesen Eindruck mit bayerischer Staksigkeit. Während seines Sets bewegt er sich, als hätte er einen Stock im Oasch.

Catering

Der Ankommer ist Wasser mit Koffein, abgefüllt in Trinkflaschen. Ab 3 Uhr läuft jeder zweite Besucher mit solch einer Flasche rum. Außerdem gibt es Pizza und Bratwurst. Bei starkem Hunger schmeckt beides.

Auf dem Klo um halb vier

Die Pissoirs in der Herrentoilette sind ausgestattet mit Zielscheiben. Ins Ziel trifft am Sonntagmorgen um 3.30 Uhr aber kaum mehr ein Besucher. An den WCs hängen Schilder mit der Aufschrift "Nur alleine auf das WC sonst Hausverbot". Die Aufforderung findet wenig Berücksichtigung.



Klangwaren TÜV

Hell und seine Gigolokollegen liefern harten Techno. Manchen ist das zu monoton, auch wenn das in der Natur dieser Musik liegt.

Pan Pot spielen angenehm tanzbaren Elektro.

Der beste lokale DJ ist an diesem Abend eindeutig Subculturechef Christian Gimbel, der im D.O.G. Garten ein begeisterndes Set spielt.

Aufregerle

Das Red D.O.G. macht gar nicht erst auf, weil zu wenige Besucher da sind. Der Mantis Floor macht fast zwei Stunden vor dem eigentlichen Ende dicht. Um auf die Toilette zu kommen, muss man einmal den kompletten Hauptsaal queren.

Aufheiterle

Keine Prügeleien.

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