Nightlife-Guru: Feiern auf der Soliparty in der KTS

Nightlife-Guru

"Repressionen wegbassen": So das Motto einer Party an Halloween in der KTS. Der Nightlife-Guru war da und hat zwar nichts über brennende Autos und Hausbesetzungen erfahren– dafür ist er mit einem Rezept für eine Biersoße heimgegangen.

Es ist 22:30 Uhr als der Nightlife-Guru mit Begleitung nach ein paar Gläsern Whiskey am KTS-Gelände ankommt. Etwas zu früh wie es scheint, denn allzu viel ist draußen noch nicht los. Kurz noch an der Kasse den Eintritt zahlen – frei zu wählen zwischen 6 und 10 Tacken – und schon ist man drin. Es bleibt noch genug Zeit alles in Ruhe anzuschauen. Die Promille-Tanke im großen Raum hat es mir besonders angetan. Am Glücksrad entscheidet das Schicksal, ob man für 1 Euro einen Shot, einen Button oder einen Cocktail bekommt. Der Guru erspielt sich den Cocktail – insgeheim auch das erhoffte Ergebnis.


23:30 Uhr: Da der große Ansturm noch immer auf sich warten lässt, heißt es erstmal Fluppe und Entnüchterungspils. Beim letzten Zug dann die erste Ernüchterung – kein Aschenbecher in greifbarer Nähe. Die Verzweiflung muss mir ins Gesicht geschrieben gewesen sein, den ohne Worte zückt der Sitznachbar eine halbvoll mit Stummeln gefüllte Schnupftabakdose aus seiner Jackentasche und hält sie mir unter die Nase. Dieses Angebot nehme ich dankend an und es geht aus den Fängen des Sofas in Richtung Bar.

Der Bass zieht magisch Richtung Boxen

0:00 Uhr: Kein Wunder, dass drüben noch alles leer war! Der kleine Raum um die Bar ist brechend voll. Grund dafür ist die Loop-Künstlerin Zweatlana. Als wahrscheinlich kleinste Girlband der Welt heizt sie der Menge mit einer Kombi aus Beatbox, Gesang und Instrumenten ordentlich ein. Keine Frage, dass der Nightlife-Guru hier erstmal verweilt und neben der Musik auch die wärmende Enge der Menge genießt.

0:30 Uhr: Angestachelt und mit dem Willen nach mehr geht’s in den großen Raum, der mittlerweile gut gefüllt ist. Der Bass zieht magisch Richtung Boxen. Vertrackte Rhythmen aus House, Trap und Techno gepaart mit einer leichten Grasnote in der Luft sorgen dafür, dass die nächste Stunde in Ekstase wie im Flug hier vergeht. Danach: Kurze Pause am Feuer.

Die 80er Jahre laufen mir in Form von Schnurrbart und Vokuhila entgegen

1:30 Uhr: Auf dem Weg nach draußen laufen mir die 80er Jahre in Form von Schnurrbart und Vokuhila über den Weg. Ein anerkennendes Nicken später: frische Luft.

2:00 Uhr: Das Gespräch draußen war recht ergiebig. Jetzt habe ich ein super Rezept für eine Biersoße. Doch erstmal wieder rein feiern. Den 90s Techno im kleinen Raum hat man ja bis draußen gehört. Im großen Raum geht’s aber auch ordentlich ab. Space Disco heißt die Musik – nie gehört, aber auf jeden Fall tanzbar.

3.15 Uhr: So, schön wars, aber jetzt geht’s auch nach Hause. Bilanz: Hammer Party, nette Menschen, tolle Gespräche. Keine Diskussionen über Häuserbetzungen oder brennende Autos – einfach nur Tanzen; eigentlich auch ganz angenehm.



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