Nightlife-Guru: Bei der After-Work-Party in der Kindergalaxie

Nightlife-Guru

Bällebad, Trampolin und Hüpfburg- wer jetzt sehnsuchtsvoll an unbeschwerte Kindheitstage zurückdenkt oder sich insgeheim drauf freut, wenn er mit seiner Nichte auf sowas spielen "muss", dem kann jetzt geholfen werden: Bei der After-Workparty in der Kindergalaxie in Freiburg St. Georgen.



Die Jungs an der Tür

Gibts’nicht, für fünf Euro kommt jeder rein. Schon eine Viertel Stunde vor dem Einlass bildet sich draußen eine lange Schlange, der Parkplatz ist schon halb voll. Können es wohl auch nicht abwarten. Manche schauen etwas peinlich berührt um, das sind meistens die, die nur mitgeschleppt wurden. Als dann um halb 8 die Tür geöffnet wird, strömen alle rein. Die freundliche Kassiererin drückt mir einen Alienstempel auf den linken Handrücken und es geht los.

An der Garderobe

Eine große Garderobe gibt’s nicht. Normalerweise ist man ja mit Mutti da und kann alles bei ihr lassen. Als Kind hat man ja meist eh nicht so viel dabei. In der Galaxie gibt’s 24 Schließfächer für 5 Euro Pfand, die aber schon nach wenigen Minuten belegt sind.

Deshalb darf man auch bei der Kasse seinen Rucksack lassen. Der Rest geht zu der offenen Garderobe, um Schuhe und Jacke hinzuhängen oder besetzt damit einfach einen der Tische. In der Halle herrscht Sockenpflicht. Viel haben die meisten eh nicht dabei, denn mitgebrachte Speisen und Getränke sind verboten. Vor allem Getränke haben aber trotzdem viele dabei.

Einrichtung/Deko

Im Eingangsbereich ist die Theke, ein paar Stufen runter geht’s zu den Billiardtischen und dem Lasertag, ein paar Stufen rauf zu einem Videospiel, das auf den Boden gebeamt ist und auf dem man rumlaufen kann. Zuerst strömen aber alle in die große Halle, schließlich wollen alle erstmal hüpfen. Vorbei an rund 30 Tischen kommt man auf die Bobbycar-Freifläche, auf der 5 der kultigen Tretautos stehen, dazu zahlreiche Dreiradähnliche Fahrzeuge.

Machen echt Laune, geht aber ganz schön in die Oberschenkel. Fünf große Highlights gilt es auszuprobieren: Riesentrampoline, das Spielhaus über mehrere Stockwerke und drei Hüpfburgen der Extraklasse. Es gibt keine spezielle Partydeko, würde ja sowieso nur beim Spielen stören. 3 Tische sind geschmückt: Für Geburtstagkinder und einen Junggesellinnenabschied. Ist ja mal was anderes als Sekt und Stripper.

Atmosphäre

Jetzt stehen wir in der Halle und fragen uns: Wie zur Hölle spielt man nochmal? Als Kind wurde das Sofa zum Fels in der Lava, auf das man springen musste. Aber wie spielt man als erwachsener Schreibtischhengst?

Die Meisten schauen sich betreten um und sind noch unsicher, was sie machen sollen. Wie bei jeder Party, bevor der Erste sich auf der Tanzfläche zum Deppen macht und man folgen kann. Als schmeißt sich der Nightliefe-Guru ins Geschehen und versucht auf den Wabbelberg zu klettern, eine große Hüpfburg , auf die man klettern muss. Klappt nicht so gut. Aber hier macht selbst das Runterfallen spaß. Einfach gegen eine Gummiwand zurückgeschleudert zu werden ist so herrlich albern, dass man fast automatisch ein Dauergrinsen draufhat.

Und wenn der Erste sich zum Deppen macht, dann folgt die Menge lemmingsgleich. Also scheiß aufs Cool in der Ecke stehen. Keine zehn Minuten später herrscht eine derart ausgelassene Stimmung in der Halle, als würde man Weihnachten im Disneyland feiern mit Willy-Wonka-Catering.

Wer war da?

Vor allem Cliquen Anfang 20 und Paare. Ein Mädchen mit einem T-Shirt, auf dem „Hogwarts Alumni“ steht, bietet einen ziemlich guten Eindruck vom Grad der Verrücktheit der Besucher. Manche haben Sportkleidung angezogen. Keine schlechte Idee, damit tobt es sich besser. Vor allem im Spielhaus muss geklettert werden was vorallem bedeutet: Viel Zeit kniend krabbeln.

Was besonders auffällt: Alle sind super freundlich zueinander. Da wird brav gewartet, bis das Trampolin frei ist oder die Hand gereicht für den Nightlife-Guru, damit ich auch mal auf den Wabbelberg hochkomme. Mit solchen Leuten lässt es sich feiern.

An der Theke

An der Theke gibt es so ziemlich alles, was Kinder lieben: Pizza, Pommes, Burger, Süßigkeiten. Letztere gibt es in gemischten Tüten, so wie man sie sich früher beim Bäcker geholt hat. Die kostet eine Tüte einen Euro mit Gummitausendfüßler, Gummischlangen und weißen Schaummäusen. Dazu das Trendgetränk des Abends, der Slush.

Gegen 9 werden die ersten müde, die Hüpfburgen leerer und die Schlange an der Theke länger. Pommes für 2, 60, eine Salamipizza für 5,70. Manche essen auch einen vernünftigen Salat. Zu erwachsen, der Nightlife-Guru holt sich lieber einen Cheeseburger für 3,20.  Zu trinken gibt’s nur nicht  alkoholisches, ein halber Liter Cola für 2,50. Viele nehmen lieber gleich die große 1,5 Liter Flasche. Denn beim Turnen kommt man ganz schön ins Schwitzen.

Aufheiterle?

Der ganze Abend. Im Ernst. Wer hier nicht ausgelassen seien kann, macht was falsch. Ein weiteres Highlight ist aber auch das Kinderlasertag. Ein Spiel kostet pro Person für sieben Minuten 1,50. Mit Laserpistole geht’s in die Schlacht. Versteckt hinter Felsen und Raketen versucht man eigentlich die Ziele zu treffen. Die Anderen abschießen macht aber mehr Spaß. Bis ich selbst getroffen werde. Fünf Sekunden warten und peng weiter geht’s. Für Lasertag-Fans vielleicht etwas zu wenig Versteckmöglichkeiten, aber für Neulinge super lustig.

Aufregerle?

Die blecherne Stimme der Animateurin, die zu Partyspiele aufruft. Teamstaffellauf durch den Hüpfburg-Hindernisparcour- so viel Wettkampf brauchst hätts nicht gebraucht. Auch wenn es was zu gewinnen gibt. Beim nächsten Spiel muss man den Luftballon seines Mitspielers kaputtmachen. Der steckt aber hinten in der Hose des Anderen und man muss so lang hündchenmäßig mit der Hüfte dagegen donnern, bis der Ballon platzt. Da ist die Fremdschämgrenze schon überschritten, aber wem's Spaß macht...

Fazit

Ein mega anstrengender Abend. Geschwitzt wie ein Schwein suche ich meine Schuhe, hole mir noch ein Tütchen Süßigkeiten und nehme mein Zeug aus dem Spind. Mal wieder Kind zu sein macht einfach nur Spaß  und kann nur empfohlen werden. 

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Fotos: Nightlife-Guru

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