Niclas Löffler: Ein Snowboard-Filmer aus Freiburg

Jasper Friedel

Der 23-jährige Niclas Löffler produziert Videos für verschiedene Snowboard- und Freeski-Firmen. Am 10. Juli wird er sein neues Video im Waldsee präsentieren, in dem auch viele Freiburger Fahrer am Feldberg zu sehen sind. Vorab hat Niclas uns erklärt, wie er seine Videos produziert und was es dabei zu beachten gilt.



Angefangen hat seine Filmkarriere damit, dass er sich eine Kamera kaufte und einfach losfilmte. Zu Beginn waren es kleinere Filme, die er auch für die Schule drehte oder eigene Videos, die er mit Freunden anfertigte. Es ging in diesen Filmen von Anfang an um Snowboard und Freeski. „Das waren einfach meine größten Hobbies,“ sagt Niclas. Er selbst fährt sowohl Snowboard als auch Ski, hat aber mit Boarden angefangen. „Zu Beginn träumte ich davon, selbst einmal Pro zu werden. Da ich jedoch einsah, dass das nichts werden würde, konzentrierte ich mich aufs Filmen. Das mach' ich bis heute.“  

Unter Vertrag steht Niclas aber nicht, er arbeitet freiberuflich und produziert Videos für verschiedene Firmen. "Zur Zeit mache ich eine Ausbildung zum Mediengestalter in Bild und Ton bei der TV-Produktion DropIn-TV in München. Die ganzen Jobs, etwa für Smith und DC, mache ich nebenbei."



Beeindruckend an Niclas' Videos sind die verschiedenen Perspektiven. Die entstünden teils aus Erfahrung, teils finde man sie in anderen Snowboard- und Freeski-Videos. „Man filmt jahrelang und irgendwann merkt man einfach: Okay, die Perspektive funktioniert ganz gut, so kann man einen Trick gut darstellen.“

Ein Video zu produzieren kostet viel Zeit. Das Filmen dauert ein bis zwei Tage, je nachdem, wie lange die Fahrer auf der Piste unterwegs sind. Der Schnitt ist dann das Entscheidende. Der kann eine halbe Stunde dauern oder auch Tage. „Man sitzt dran, fängt an zu schneiden und irgendwann kommt man an einen Punkt, wo man sagt: Es könnte fertig sein. Oder man schläft eine Nacht drüber und geht am nächsten Tag nochmal dran, um die Feinheiten zu machen. Letztendlich muss man sich beim Schnitt irgendwann einfach losreißen und sagen: So, jetzt ist es fertig. Ansonsten verkünstelt man sich schnell mal. Aber wenn man das Konzept für den Schnitt im Kopf hat, gilt für mich die Faustregel: einen Tag filmen und einen Tag schneiden.“

In den meisten Extremsport-Videos ist das Video genau passend zur Musik geschnitten. Deshalb fällt dem Produzenten die Wahl des Songs meist schwer. Als Video-Produzent muss man auch darauf achten, ob das Lied zum Wetter passt, ob man bestimmte Tricks gut mit einer einzelnen Passage des Songs untermalen kann. Bis man so ein Lied gefunden hat und dann auch noch die rechtlichen Geschichten mit der GEMA geklärt sind, vergehen oft Tage. „Die Musik ist eigentlich der Part, der mich am meisten stresst. Wenn man ein Lied gefunden hat, das super zum Videomaterial passt, ist man natürlich glücklich."



Niclas' neues Video, das er im Waldsee zeigen wird, besteht größtenteils aus Freiburger Material. Es zeigt Snowboard-Action am Feldberg, aber auch internationale Spitzenfahrer, die ihr Können in den Alpen präsentieren. Ein guter Mix aus Locals und Spitzensport.

Die Premiere des Videos geht Hand in Hand mit der BANG BANG-Party, bei der die DJs Sascha Sibler (Harry Klein, München), Frank Bale (Klub Kamikaze) und der Veranstalter der Party, Paul Jax auflegen werden. Die Party beginnt um 23 Uhr mit der Video-Premiere, danach wird den ganzen Abend das Video ohne Ton mit Beamer an der Wand laufen, während sich das ganze hoffentlich zur Party entwickelt. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Die Locals, die im neuen Video am 10. Juli gezeigt werden, sind: Matthias Vogt, Marian und Sebastin Veith, Gregor Kienzle, Christian Fricke, Luis Eckert, Jonas Nasri und viele mehr.

Die Internationals sind: Gian Simmen, Marco Smolla, André Kuhlmann, Simon Gruber, Markus Eder, Andri Ambühl, Bobby Brown etc.

A day with DC-Rider Miriam Hofmann



Quelle: Vimeo

Was: BANG BANG Party + Videopremiere von Niclas Löfflers neuem Video
Wann: 10. Juli 2010, 23.00 Uhr
Wo: Waldsee Freiburg, Waldseestraße 84, 79117 Freiburg
Eintritt: 5 Euro

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