Neueröffnung: Das Stiefmütterchen

Stephan Elsemann

Im neuen Stiefmütterchen ist Verlässlichkeit eingekehrt: Als "Stadt-Straussi" und Cocktailbar verstehen die neuen Wirte ihre Kneipe und werden damit viele ansprechen - zumal ein netter Biergarten gleich mit dabei ist.



Ambiente

Dass es hier bodenständig zugehen wird, erkennt man schon am Biergarten. Die zu Tischen zusammengeschraubten Baumstämme lassen erkennen, dass man sich hier an Rustikaliät von niemandem übertreffen lassen will. Auch im Gastraum ist verlässliches Holzdekor eingekehrt und der skurrile Wild-Style des Vorgängers Jörg "Tattoo" Schmidt ist verschwunden.

Der hatte es mit seinem ambitionierten Restaurant nur ein Jahr im Friedrichshof geschafft. Einiges spricht dafür, dass es Vanessa Vogel und Dominik Slotty, die neuen Wirte, länger aushalten, auch deshalb, weil Didi Broscheit und das Bellini-Imperium hinter ihnen stehen.



Ein Blickfang sind die die Töpfe mit den hübschen Wiesenblumen auf den Tischen – das sieht man nicht so oft. Nur das Stiefmütterchen vermissen wir im Stiefmütterchen. Doch wurde es nicht stiefmütterlich behandelt – es ist einfach keine Saison dafür.

Publikum

Eine Herdermer Viertelkneipe mit Biergarten wird sein Publikum finden und das hat es schon gefunden, denn für den Abend waren viele Tische schon reserviert.



Getränkeauswahl

Espresso kostet 1,60 Euro, Milchkaffee 2,60 Euro, Mineralwasser (0,4l) 2,60 Euro. Ein Ganter Pils bekommt man für 2,50 Euro (0,3l). Ein Viertel Weißburgunder vom Weingut von Gleichenstein kostet 4,40 Euro.

Auf der Karte stehen viele Cocktails, denn das Stiefmütterchen will auch Cocktailbar sein. Caipirinha kostet 4,60 Euro, Pina Colada 5,30 Euro.



Auf der Speisekarte

Von einer "Stadt-Straussi" erwartet man ein bestimmtes Angebot und das bekommt man hier auch: Kartoffelsuppe für 4,40 Euro. Brägele mit Bibiliskäs für  4,90 Euro, Wurstsalat  zu 5,90 Euro, Bratwurst mit Kartoffelsalat für 7,40 Euro, Schnitzel mit Brägele für 9,90 Euro. Eine Tageskarte gibt es auch noch – mit drei Gerichten zu 4,90, 5,90 und 6,90 Euro.

Das Besondere

Das Fleisch stammt von einem Bio-Metzger aus Wittnau. Die hausgemachten Flammkuchen stehen als "badische Pizza" auf der Karte. Vanessa Vogel erzählt, dass einige ältere Leute den Flammenkuchen immer so bezeichneten. Hier im Stiefmütterchen soll er auch eher einer Pizza entsprechen: Der Hefeteig wird nicht ganz so dünn ausgewalzt, wie man es von den elsässischen Flammkuchen kennt.



Wegbeschreibung

Das Stiefmütterchen liegt gegenüber dem Finanzamt. Wer aus der Innenstadt kommt, sollte vom Siegesdenkmal stadtauswärts die Habsburgerstraße fahren, links in in die Rotlaubstraße einbiegen und bis zum Ende fahren. Der Friedrichshof liegt rechts an der Ecke zur Sautierstraße. 6–8 Minuten sind's vom Bertoldsbrunnen mit dem Fahrrad, circa 10–12 Minuten zu laufen. Vom Institutsviertel ist es nur ein Katzensprung.



Adresse

Stiefmütterchen
Sautierstraße 31
79104 Freiburg

Öffnungsgszeiten

Montag bis Freitag  11:30 bis 1 Uhr
Samtag und Sonntag 17 bis 1 Uhr
kein Ruhetag

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