NEON-Redakteur fälschte mehrere Interviews

Gina Kutkat

Für eine ehemalige NEON-Praktikantin wie mich kommt die Nachricht wie ein Schlag ins Gesicht: NEON-Redakteur Ingo Mocek hat in der Vergangenheit mindestens fünf Interviews - darunter eins mit der Sängerin Beyoncé Knowles - gefälscht. Die NEON-Chefredaktion bestätigte dies und hat die Zusammenarbeit mit Mocek "mit sofortiger Wirkung" beendet.



"Wir entschuldigen uns bei den betroffenen Künstlern und deren Management sowie bei unseren Leserinnen und Lesern," lassen die NEON-Chefredakteure Timm Klotzek und Michael Ebert in ihrer Stellungnahme auf NEON.de verlauten.


Mindestens fünf Interviews soll der ehemalige Redakteur Ingo Mocek gefälscht haben. Aufgeflogen ist der Schummel-Journalismus durch das Management von Beyoncé Knowles, das an der Echtheit eines Interviews mit der Sängerin zweifelte. Das Interview war in der 2010er Januar-Ausgabe der NEON erschienen. Mit dem Vorwurf konfrontiert, habe Ingo Mocek bestätigt, dass er die Prüfinstanz der Redaktion getäuscht und das Gespräch in dieser Form nie stattgefunden habe.

Auch an der Echtheit weiterer Interviews bestehe laut Chefredaktion Zweifel. Dazu gehören der "Soundtrack meines Lebens" von Slash (NEON 6/2004) und "Soundtrack meines Lebens" von Christina Aguilera (NEON 12/2006) sowie Kurz-Interviews mit Snoop Doggy Dog (NEON 12/2006) und Jay-Z (NEON 02/2010).

Fraglich ist, warum der Fake so lange Zeit unentdeckt blieb und wie sich die Affäre auf das Image der Zeitschrift auswirken wird.

NEON ist eine monatlich erscheinende Zeitschrift für Jugendliche und junge Erwachsene, die im Verlagshaus Gruner und Jahr herausgegeben wird.
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