Fasnacht

Narrenumzug in Freiburg verläuft friedlich

Sina Gesell

Am Fasnetmendig waren in der Freiburger Innenstadt mehr Polizistinnen und Polizisten als üblich im Einsatz. Am Rande des großen Umzugs in Freiburg gab es aber nur einzelne Vorfälle.

Die Polizei zieht eine positive Bilanz vom großen Umzug am Fasnetmendig. Bis auf einzelne Vorkommnisse meldet sie einen friedlichen Verlauf des närrischen Treibens. In diesem Jahr waren mehr Polizistinnen und Polizisten als üblich im Einsatz.

So unterstützten laut Sprecherin Laura Riske zusätzliche Beamte des Polizeipräsidiums das Revier Freiburg-Nord und die Verkehrspolizei. Zahlen nennt Riske nicht. Sie spricht von einer "abstrakten Gefährdung", konkrete Hinweise habe es nicht gegeben. Trotzdem habe man an neuralgischen Punkten sogenannte Halbgruppenfahrzeuge, also kleine Busse, quer positioniert, um die Straße zu versperren. So zum Beispiel am Siegesdenkmal. An den meisten Stellen wie an der Leo-Wohleb-Straße, dem Schlossbergring oder auch am Holzmarkt standen normale Polizeiautos quer oder Absperrgitter mit Beamten. Zudem sind der Polizeisprecherin zufolge Poller aufgestellt worden – wo, dazu macht Riske keine Angaben. Vor Ort waren Poller nicht zu finden.


Innenstadt war für jegliche Fahrzeuge gesperrt

Grund für die verschärften Maßnahmen war laut Riske unter anderem der Anschlag in Berlin, bei dem ein Lastwagen kurz vor Weihnachten in eine Menschenmenge raste. "Solche Gefahren können wir nie komplett abwehren", sagt Riske. Großstädte wie Mainz und Köln hatten am Rosenmontag den Lkw-Verkehr in der Innenstadt komplett verboten. "Das war bei uns kein Thema", sagt Riske. 3,5-Tonner seien lediglich zwei im Umzug mitgefahren, und die Innenstadt war für jegliche Fahrzeuge abgesperrt.

Der Umzug sei weitgehend friedlich verlaufen, meldet die Polizei am Abend und berichtet von einzelnen Vorfällen: So ermittelt die Kriminalpolizei gegen einen Mann, der mehrere Frauen unsittlich angesprochen haben soll. Einer soll zudem einen Mann in einer Toilettenanlage an der Turmstraße belästigt haben. Hinzu kamen betrunkene und pöbelnde Jugendliche an der Umzugsstrecke.

Zudem warf ein Mann nach Polizeiangaben eine Flasche aus einem Balkon auf einen Straßenreiniger, traf ihn jedoch nicht. Der Werfer gestand, so die Polizei.

Ein Fünfjähriger hatte im Fasnetumzugsgetümmel seine Eltern verloren, er meldete sich bei der DRK-Station am Bertoldsbrunnen. Eine Streife holte ihn ab, eine Viertelstunde später war er wieder bei seinem Vater.

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