MyMiniCity: Bau dir deine eigene Stadt

Christian Deker

Schaffe, schaffe, Städtle baue! Ein neues Fieber grassiert derzeit in der "Web 2.0"-Welt: MyMiniCity – jeder baut sich seine kleine virtuelle Stadt. Dabei muss man als Stadt-Gründer ganz auf den Mitmach-Effekt setzen. Mit jedem Visit wächst nämlich die Stadt, jeder Klick symbolisiert einen neuen Bewohner. Klickt auf die fudder-Stadt, damit sie wächst!



Simple Funktionsweise, keine Registrierung und dazu ein Lawinen-Effekt. Das sind die Geheimnisse einer der zurzeit richtig boomenden Websites. MyMiniCity.com hat in den letzten Wochen das Social-Web-Portal Xing schon weit hinter sich gelassen und knabbert jetzt an der magischen studiVZ-Grenze.


Das Spielprinzip ist einfach, aber offenbar genial: Stadt anlegen, darauf verlinken, Freunde einladen und viel Traffic erzeugen. So funktioniert MyMiniCity, das Ende November von einer französischen Agentur ins Netz gestellt wurde. Je mehr Freunde und Besucher die Stadt anklicken, umso schneller wächst sie. Über eine Rangliste kann man die Größe der Städte abfragen, die größte deutsche Stadt hat bereits über 100.000 Einwohner.

Die Lust am Wettbewerb verhilft dem neuen Social-Web-Portal zum Erfolg. Es entsteht der bekannte virale Effekt: Jeder sagt es seinen Bekannten weiter, durch Mund-zu-Mund-Propaganda wächst die Site ohne jede Werbung ins Unermessliche.

Letztlich gibt es das Prinzip schon lange, möglichst viele Leute dazu zu bringen, auf einen bestimmten Link zu klicken. Man denke nur an die "Diebespiele" in verschiedensten Ausführungen. Schließlich ist MyMiniCity aber ein Konzept, das beneidenswert viele Seitenaufrufe generiert und damit in Kombination mit Werbung einer Gelddruckmaschine gleichkommen könnte.

Wir haben spaßeshalber eine fudder-MiniCity angelegt, die mit Euren Klicks wachsen kann.

Und so funktioniert es im Detail:


•    Pro Besucher und Tag wird eine Aktion gezählt (IP-Adresse).
•    Am Anfang braucht die Stadt erst einmal Bewohner.
•    Nachdem 50 Menschen in die fudder-Stadt gezogen sind, benötigen diese Arbeit. Ein neuer Link verhindert, dass die Arbeitslosigkeit Einzug hält und die Menschen wieder weg ziehen.
•    Ab 100 Einwohnern braucht man Infrastruktur.
•    Um dann die grassierende Kriminalität einzudämmen, braucht die Stadt Besucher, die die Polizei verstärken.
•    Ab 600 Einwohnern muss man Parks in der Stadt anlegen, um das Umweltproblem in den Griff zu bekommen.
•    Als letzter Schritt fehlen noch Geschäfte und Kaufhäuser in der Stadt, die man ab 1000 Einwohnern mit diesem Link bauen kann.
•    Wer schließlich vor dem Besuch nachschauen will, in welchem Bereich der Klick am Nötigsten gebraucht wird, kann dies hier tun.