Mugasha.com: Elektronische DJ-Sets im Netz

Anne-Lena Mösken

Viele DJs veröffentlichen ihre Sets, die bei Radio-Shows oder Live-Auftritten zu hören waren, im Internet. Man findet sie auf ihren Blogs und Webseiten. Wer sucht, der findet. Allerdings kann das Suchen manchmal recht mühselig sein. Und ohne den richtigen Newsletter ist man garantiert nicht der Erste, der von einem neuen Online-Set erfährt. Jetzt gibt es dafür Mugasha, ein Internetportal für elektronische Musik.

Es gibt Songs, die kann man sich immer wieder anhören.  Die neue Single der Lieblings-Indieband rockt, bei Soul lässt es sich gut träumen, dieser eine Elektro-Track geht in die Beine. Doch eigentlich lebt elektronische Musik von dem Club-Erlebnis, von den Stücken, die der DJ aneinanderreiht und einen so mitnimmt auf eine Reise mit Höhepunkten, sanften Warm-Ups und treibenden Beats. Das Set ist die eigentliche DJ-Kunst.

Bei Mugashakann man nach einzelnen DJ-Künstlern oder Tracks suchen. Wenn man sich ein Set anhört, erscheint die Playlist dazu, mit dem Schieber kann man  hin- und herspringen und zu den Songs Infos abrufen. Zu jedem Künstler gibt es kurze Biografien. Zu jedem Track gibt es auch Links zu Amazon und iTunes, zu den Homepages der Musiker und ihren Facebook-, Myspace-, und Twitter-Profilen.

Bei Mugasha gibt es also alles auf einen Blick. Auf diese Weise kann man sich durchs Netz klicken und neue Musik entdecken.  Der Name des Portals steht für „Music – Gather – Share“ (Musik sammeln und teilen). Wer sich hier ein Konto anlegt, kann dokumentieren, was er angehört hat, Favoriten markieren und das Ganze in sozialen Netzwerken wie Facebook veröffentlichen.

Aus der Perspektive eines deutschen Nutzers ist die größte Schwäche des Portals, dass es zwar eine Menge Trance zu hören gibt – Tiesto gehört zu den Namen, mit denen Mugasha startete  –  bekannte deutsche DJ-Größen wie Paul Kalkbrenner oder Ellen Allien sind allerdings nicht vertreten.

Und wer gar nach (noch) unbekannten deutschen Talenten sucht, wird es schwer haben, das Set, zu dem man Samstagnacht noch auf der Tanzfläche stand, Montag auf dem eigenen Laptop zu hören. Da heißt es also weiter Blogs lesen und Myspace-Seiten abklappern.