Nachhaltig Einkaufen

Mit dem "Marktsäckle" will die Stadt Freiburg Plastikmüll vermeiden

Julia Littmann

Nach dem Pfandbecher "Freiburg-Cup" stellt die Stadt das "Marktsäckle" vor: Die Mehrwegnetze sollen den Einkauf auf Freiburgs Wochenmärkten nachhaltiger gestalten. Zum Start ist die Resonanz verhalten.

Plastiktüten auf den Wochenmärkten? Die Zeiten scheinen allmählich vorbei. Papiertüten und Stoffbeutel treten mehr und mehr an ihre Stelle. Grund genug für die Stadt, den Trend mit einem eigenen Angebot zu unterstützen. Ab sofort gibt’s folglich die weißen wiederverwendbaren "Marktsäckle" auf dem Münstermarkt. Hergestellt aus recyceltem PET und damit komplett aus der Kreislaufwirtschaft, wie Michael Broglin betont, Chef der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF). Drei Netze kosten drei Euro – davon gehen 50 Cent an die Marktbeschicker, die die Netze im Auftrag der Stadt vertreiben.


Ab Januar gibt es die Mehrwegnetze auch auf den Stadtteilmärkten

Anders als der große Jute-Shopper, der seit drei Jahren für fünf Euro auf dem Münstermarkt verkauft wird, sind die kleineren Netze unbedruckt. Ein kleines Etikett ist seitlich angebracht und tut Namen, Zusammensetzung und Waschanleitung kund. Dass die Netze in Asien angefertigt werden, sei unvermeidlich, so Broglin, allerdings achte der Hersteller auf Lebensmittelechtheit und auch auf faire Herstellungsbedingungen. Broglin lobte bei der Vorstellung des Netzes das Kaufverhalten und die Sensibilität für Müllvermeidung bei den Freiburgern. Auch Umwelt-Bürgermeisterin Gerda Stuchlik ist sich sicher, dass die Alternative zu den Einwegplastiktüten in Freiburg gut ankommen wird. Ab Januar wird es die Marktsäckle dann auch auf den Stadtteilmärkten geben, kündigt Franziska Pankow an, Abteilungsleiterin des Freiburger Stadtmarketings FWTM.



Auf dem Münstermarkt ist die Resonanz an Tag eins des Marktsäckles noch verhalten. Auf das Angebot hingewiesen, reagieren allerdings die ersten gleich erfreut auf diese Vernetzung auf hohem Niveau. "Das schaut sehr nützlich aus und scheint gut gemacht zu sein", stellt Wolfgang Maaß fest. Er ist Tourist und ersteht das Dreierset auch, "weil damit ein kleiner sympathischer Schwapp Freiburg in meinen Alltag zuhause mitkommt".

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