Militärdiktatur Birma: Informationsveranstaltung von Amnesty International

Manuel Lorenz

Seitdem Zyklon "Nargis" am 3.Mai in Birma wütete, herrscht in der Bevölkerung große Not. Wie kann man nach der Naturkatastrophe helfen? Zur aktuellen und allgemeinen Situation in Birma veranstaltet Amnesty International Südbaden heute einen Informationsabend. Wir haben Christoph Güthner, dem Verantwortlichen für die Veranstaltung, vorab einige Fragen gestellt.



Herr Güthner, wie ist die aktuelle Lage in Birma ?

Die Regierung Birmas hat nach der Naturkatastrophe in weite Teile des Landes keine ausländischen Helfer gelassen. Ganze Schiffe voller Hilfsgüter durften nicht anlegen. Nach internationalem Druck sind die Grenzen für Helfer jetzt etwas offener geworden. In Teile Birmas wurden jetzt internationale Convois gelassen. Da die Militärjunta die Hilfe behindert, herrscht eine entsprechende Notlage bei der Bevölkerung. Man hört, dass Menschen verhungern.

Warum nimmt die Regierung keine Hilfe aus dem Ausland an?

Die Regierung möchte keine ausländische Hilfe zulassen, weil sie befürchtet, dass die Bevölkerung, durch den Kontakt mit den Hilskräften bestärkt, ihrem Unmut freien Lauf lässt.

Wie kann man helfen?

Alle großen Hilfsorganisationen rufen zu Spenden auf. Sie versuchen so gut es geht, diese Mittel vor Ort einzusetzten. Dort zu spenden ist das Beste.

Was erfahre ich bei der Veranstaltung heute abend?

Die Veranstaltung beginnt mit einem Dokumentarfilm über Birma, der die Verbrechen der regierenden Junta und das Elend im Land beschreibt. Danach gibt es einen Vortrag zweier Redner mit Diskussion; einer der beiden ist ein politischer Flüchtling aus Birma. Zum Schluss wird es eine Liveschaltung zum Vertreter der "Democratic Voice of Birma" geben. Das ist ein birmesischer Radio- und Fernsehsender mit Sitz in Norwegen.

Mehr dazu:

Website: Amnesty International Südbaden

Was: Informationsveranstaltung: Mut und Verzweiflung in einer Militärdiktatur
Wann: 26.05.2008, 20 Uhr
Wo: Tibet Kalaish Haus, Wallstraße 8, Freiburg