Merkwürdiges Eigentumsdelikt: 72-jähriger Malterdinger vermisst Falken

Patrik Müller

Greifvogel gesucht: Der Malterdinger Siegfried Fischer vermisst seit Sonntagmittag ein junges Falkenweibchen. Das Tier wurde gestohlen – oder von Unbekannten losgebunden.

Das Tier war im Malterdinger Rebberg an einer sogenannten Flugdrahtanlage angebunden, die Leine wurde offensichtlich von Unbekannten gelockert. Der 72-jährige Hobbyfalkner hat Anzeige erstattet.


Einen Namen hat das Tier nicht. "Das ist ein Jungvogel, der war höchstens sechs Wochen bei mir", sagt Fischer. "Die Tiere werden erst getauft, wenn sie Beute gemacht haben." Der Malterdinger wollte den Vogel für die Jagd auf Krähen abrichten. "Besser als abschießen", sagt er.

Sakerfalken leben in Osteuropa und Zentralasien. Fischers Vogel ist 40 bis 50 Zentimeter hoch, oben braun- und unten weißgefleckt. Der Falkner hat zwei Theorien, was passiert sein könnte. Erstens: "Ein falscher Tierfreund hat ihn losgebunden." Zweitens: Er wurde gestohlen. "Das kann nur ein Insider sein", sagt er. "Jemand, der den Wert eines Falken kennt." Fischer hält auch noch andere Greifvögel – die sind jedoch in einer Voliere untergebracht.

Der Falkner macht sich Sorgen. "Es wird eng", sagt er. "Das Tier kann zwei, drei Tage überleben. Zum Jagen ist es fast noch zu jung. Und wenn er geklaut wurde, sehe ich ihn wohl auch nicht wieder."

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