Luftpost für Afrika: Lörracher Abiturienten organisieren Hilfe für Uganda

Simone Werner & Miriam Jaeneke

Wenn es nach Gregor Preis und Svenja von Reuß geht, färbt sich Baden-Württembergs Himmel am 16. Mai, Punkt 13 Uhr bunt: Viele Tausend Luftballons sollen dann in die Lüfte steigen, damit die Bewohner eines kleinen ugandischen Dorfs eine Dachziegelmaschine bekommen.



Gregor und Svenja sind Abiturienten des Lörracher Hebel-Gymnasiums und haben das Projekt „Luftpost für Afrika“ initiiert. Mit einem Massenluftballon-Aufstieg am 16. Mai 2012 wollen die beiden 19-Jährigen die Bewohner des ugandischen Dorfs Buwere finanziell unterstützen. Für das Projekt haben sie bereits 21 Schulen hauptsächlich in Baden-Württemberg gewonnen, 30 sollen es werden. Die Schüler der beteiligten Schulen können vorgedruckte Karten kaufen, die sie dann mit den Ballons fliegen lassen. Das Schöne: Alle Ballons werden gleichzeitig von den deutschen Schulhöfen starten.


„Anfangs dachten wir, dass wir das Ganze baden-württembergweit machen, weil die Idee sonst ein bisschen utopisch wäre. Jetzt hat uns der Deutsche Paketdienst aber zugesagt, dass er die Ballons in ganz Deutschland kostenlos an die Schulen ausliefert. Da haben wir beschlossen, die Aktion doch auszuweiten“, erzählt Svenja.

Und so funktioniert es: Die Schüler zahlen pro Karte 1,50 Euro - das Geld fließt eins zu eins nach Buwere -, schreiben ihre Adresse darauf und basteln sie an die bunten Ballons. Am 16. Mai um 13 Uhr entlassen sie ihre biologisch abbaubaren Grüße in die Luft, der glückliche Finder schreibt später ebenfalls seine Adresse auf die Karte und schickt sie an den Verein Afrika Rise. Die zehn Empfänger und zehn Absender der am weitesten gereisten Luftballons erhalten je ein T-Shirt und eine Compilation-CD „Rhymes 4 Creation“ von Afrika Rise e.V.

„Wir wollten eine kleine Organisation, weil wir es beide nicht sinnvoll finden, groß Werbung zu machen zum Beispiel für Unicef. Ich denke, man bekommt mehr Spenden zusammen, wenn man direkt sagen kann, wo das Geld hingeht“, erklärt Svenja die Wahl. Der Verein Afrika Rise unterstützt die Einwohner von Buwere. Mit dem eingenommenen Geld soll eine Ziegelmaschine gekauft werden, für qualitativ hochwertigere und dadurch länger haltbare Ziegel. Kostenpunkt: 1500 Euro. Von dem Rest soll die Küche des Ausbildungszentrums in Buwere renoviert werden. Dort können sich die Schüler, die ebenfalls etwa 19 sind, zum Schneider, Maurer oder Landwirt ausbilden lassen. Die am Projekt „Luftpost für Afrika“ beteiligte Schule, von der Afrika Rise e.V. die meisten Karten zugesendet bekommt, gewinnt ein Konzert, und zwar mit Johnny Strange und Cross Beatbox von der Reggaeband Culcha Candela. Johnny Strange hat nicht nur den Verein gegründet, er unterstützt auch das Projekt von Gregor und Svenja.

Um das ebenfalls zu tun, könnt ihr euch noch bis zum 21. April anmelden und am 16. Mai beweisen: Hilfe ist so leicht, dass sie fliegen kann!

Luftpost für Afrika | Johnny Strange von Culcha Candela an deiner Schule!

Quelle: YouTube


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