Lörracher Indie-Pop-Band spielt drei Mal in Freiburg

Dorothee Soboll

Im Oktober spielen sie gleich drei Konzerte in Freiburg: Die Lörracher Jungs von HandinHand. Sie präsentieren Songs von ihrem ersten Album, das am 12. August erschienen ist.

Das Debütalbum ist neu, die Band in dieser Besetzung auch: HandinHand sind fünf Jungs aus dem Kreis Lörrach, die schon lange Musik machen. Wir stellen die Band und ihre Musik vor.

Sie kommen aus Eimeldingen, Binzen, Fischingen, sind zwischen 17 und 27 Jahre alt und stehen seit Juli 2016 zusammen auf der Bühne: Niklas Dunke, Ronny Lindmeier, Til Käse, Tilman Fehse und Sebastian Schwald. Am längsten kennen sich Niklas Dunke und Ronny Lindmeier. "Wir haben uns in der Schule kennengelernt und angefangen, zusammen Musik zu machen", sagt Dunke.

Einflüsse von Philipp Poisel

Die beiden haben die Texte für ihr Debütalbum "Gedankenstrom" gemeinsam verfasst. Darauf sind Balladen zu hören, aber auch schwungvollere Songs. Das Set ist simpel: Akustikgitarre, Schlagzeug, Bass, E-Gitarre und dreistimmiger Gesang. Auf ihrer Facebookseite geben sie Philipp Poisel als musikalischen Einfluss an; die elf Lieder auf dem Album klingen ein bisschen wie die deutsche Version von The Kooks.

"Wir machen deutschen Indie-Pop, man könnte unseren Stil auch vielfältigen Akustik-Rock nennen", sagt Dunke. Der Bandname ist aus einem Songtitel entstanden. Er bedeutet den Musikern viel. "Wir wollen den Zuhörern mit unseren Liedern im Gedächtnis bleiben, unsere Fans an die Hand nehmen", so Dunke. Jeder Songtext erzähle eine Geschichte. "Damit kann sich jeder identifizieren", ist Lindmeier überzeugt. Musik machen sie, weil sie sich damit am besten ausdrücken können. "Leidenschaft kommt so am besten rüber", sagt Lindmeier.

Schon eine kleine Tour bis nach Karlsruhe

Die Konzerte in Freiburg sind nicht die ersten in diesem Jahr. Mehr als 20 mal sind sie auf Festivals wie dem ZMF oder Freiburg stimmt ein, in Bars und bei Veranstaltungen aufgetreten. Auch eine kleine Tour hat die Band HandinHand hinter sich, die sie bis nach Karlsruhe führte. Noch ein ganzes Stück weiter nördlich sitzt ihr Label Timezone Records.

Wie kommt eine Band aus Lörrach an ein Label aus Osnabrück? "Wir haben uns bei verschiedenen Labels beworben, Timezone hat zugesagt", erzählt Niklas Dunke. Große Überzeugungsarbeit war offensichtlich nicht nötig. "Das sind junge Leute, die gute Musik machen und auf dem Teppich geblieben sind", sagt Holger Gechter von Timezone Records. Die Band stehe noch ganz am Anfang, da sei es wichtig, dass man gleich alles richtig einspiele. "Gerade in Zeiten von Youtube und Spotify haben es junge Künstler schwer", so Gechter. Auf diesen beiden Plattformen kann man die Musik anhören, die klassische CD gibt es ebenfalls seit Mitte August zu kaufen.

Der Song "Mitten durch die Nacht"



Noch können sie nicht von der Musik leben

Ein kleines Zubrot verdienen sich die fünf Jungs mit ihrer Leidenschaft. Zwei von ihnen sind gerade in der Ausbildung, einer studiert, einer geht noch zur Schule und der Fünfte arbeitet bereits. "Es ist schwer, von der Musik zu leben", sagt Lindmeier. Musik machen sie alle nebenher – noch. Zwei Jahre wollen sie auf jeden Fall noch warten, bis Ausbildung und Abi abgeschlossen sind. "Gerade sind wir auf der Suche nach einer Booking-Agentur", erzählt Dunke.

Voriges Jahr haben sie noch die Anfragen verschickt, das sei schon dieses Jahr nicht mehr nötig gewesen. So soll es weitergehen: Für 2017 haben sie sich einiges vorgenommen. Es soll nach Frankfurt gehen. "Wir wollen Musik für unsere Region und gerne auch darüber hinaus machen", so Lindmeier.

Was: Handinhand
Wann: 8. Oktober, Stadtgarten (Jugendaktionstag), 17. Oktober, Goldene Sirene, 31. Oktober, Wodanhalle
Website: facebook.com/band.handinhand

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