Last-Minute Kulturtipp: Im Theater wird am Freitagabend der NSU-Prozes szenisch gelesen

fudder-Redaktion

Dieser Tipp ist ein Must Go: Im Theater beginnt heute eine szenische Lesung des NSU-Prozesses in Kooperation mit dem SZ-Magazin. Zu gast sein wird am Eröffnungstermin heute Abend auch eine Anwältin der Nebenklage:



Die erste szenische Lesung "Die NSU-Protokolle" – insgesamt gibt es vier Teile– steht am Freitag, 2. Oktober, auf dem Spielplan des Stadttheaters. Die ersten zwei Folgen, die in Kooperation mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung entstehen, beschäftigen sich mit den ersten beiden Prozessjahren und starten mit prominentem Begleitprogramm: Am 2. Oktober, 18.30 Uhr, führt Historiker Ulrich Herbert aus, wie die Ereignisse der frühen 1990er Jahre mit der Situation heute und dem Entstehen des NSU zusammenhängen.


Im anschließenden Gespräch mit Seda Basay-Yildiz, Anwältin der Nebenklage im Prozess, geht es um den Aufarbeitungsprozess. Am 11. Oktober stellt der Politologe Hajo Funke sein aktuelles Buch "Staatsaffäre NSU" vor. Am 14. November ist Hanning Voigts, Autor und Journalist der Frankfurter Rundschau zu Gast, er kennt sich mit den V-Mann-Verstrickungen in Hessen aus.

Szenisch einrichten wird die Reihe der Nachwuchsregisseur Sascha Flocken. Schauspieler des Ensembles lesen die Protokolle, anschließend gibt es immer ein Publikumsgespräch. Die Eröffnungsvorträge sind kostenlos, die szenischen Lesungen (20 Uhr) kosten 4 Euro Eintritt.

Parallel dazu gibt es "Kritische Fragen zum NSU", eine Kunstaktion von Radio Dreyckland mit der Berliner Künstlerin Beate Maria Wörz: Die kritischen Fragen werden auf dem Platz der Alten Synagoge projiziert. Sie laufen in Abstimmung mit den Lesungen im Theater und als Countdown zum Untersuchungsausschuss in Stuttgart von 19 bis 22 Uhr an den Abenden 2., 11., 29. Oktober, 14. un d 27. November sowie 3. und 11. Dezember.

Das SZ-Magazin hat das erste Jahr des NSU-Prozess übrigens auch verfilmt, zusammen mit der Film- Akademie Baden-Württemberg:



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