Last-Minute-Konzerttipp: Hein Cooper im Jazzhaus

Bernhard Amelung

Einfach mal abhauen wollen. Hein Cooper übersetzt dieses Gefühl in Musik. An diesem Freitag tritt der australische Singer-Songwriter im Jazzhaus auf und stellt sein Debütalbum "The Art Of Escape" vor.

Wer hat nicht ab und zu mal die Schnauze voll und möchte abhauen? Diesem Gefühl, dem Drang nach Welt- oder Wirklichkeitsflucht, hat Hein Cooper 2016 ein Album gewidmet. Es heißt "The Art Of Escape". Produziert hat es der australische Sänger und Songschreiber zusammen mit Marcus Parquin, der schon mit den Indierock-Bands Arcade Fire und The National zusammen gearbeitet hat. Bands, die Cooper selbst auch als prägend für seine Musik nennt.




Die neun Stücke tragen schlichte Titel. "Rusty", "All My Desires", und natürlich das titelgebende Stück "The Art Of Escape". In diesem äußert er den Wunsch, ins Meer gestoßen zu werden, um auf dem Meeresgrund das Tor zu einer anderen Welt, den "ocean floor", zu finden.

Cooper, in Milton, einer Kleinstadt südlich von Sydney aufgewachsen, verwendet in seinen Texten gerne solche Metaphern, die für Weite und Tiefe stehen. Orte, die eine Distanz zur Wirklichkeit ermöglichen.



Cooper, der aktuell in Berlin lebt, instrumentiert seine Songs sparsam, mit Gitarre und elektronischen Effekten. Diese schweben über den Melodien, verdichten die melancholisch Atmosphäre, und wecken Assoziationen an das Geheimnisvolle und die unermessliche Tiefe, die den Ozeanen, aber auch den Regionen an den Polarkreisen eigen ist. Ebenfalls ein Fluchtort, den Cooper auf "Polar Bears" besingt.
  • Was: Hein Cooper, Support: Birthh
  • Wann: Freitag, 15. September 2017, 20 Uhr
  • Wo: Jazzhaus, Schnewlinstraße 1, 79098 Freiburg