Knochenmarkspende: Typisierungsaktion an der PH

Romina Becker

Am kommenden Dienstag findet in der PH eine Typisierungsaktion für potentielle Knochenmarkspender statt. Anlass für die Aktion ist die Leukämieerkrankung einer Studentin. Doch nicht nur ihr, sondern allen rund 11.000 Menschen, die in jedem Jahr in Deutschland an Leukämie erkranken, können die neu registrierten Spender möglicherweise helfen.



Die Übertragung von gesunden Stammzellen ist für Leukämiekranke, bei denen eine Chemo- oder Strahlentherapie noch nicht den gewünschten Erfolg hatten, meist die letzte Chance, das Leben zu retten. Doch nur für jeden dritten dieser Patienten kann ein geeigneter Spender innerhalb der eigenen Familie gefunden werden. Alle anderen sind auf fremde Spender angewiesen. Je mehr Menschen sich daher als potentielle Spender zur Verfügung stellen, und sich typisieren und registrieren lassen, desto besser.


"Als mögliche Spender kommen alle Frauen und Männer in Frage, die mindestens 50kg wiegen und noch nicht 55 Jahre alt sind", erklärt Jerome Prohaska, einer der PH-Studenten, der die Typisierungsaktion koordiniert. "Auch wer gerade eine Erkältung hat, kann sich typisieren lassen. Nur manche chronische Krankheiten schließen eine Spende aus." Die Aktion wird vom AStA und UStA der PH-Freiburg in Zusammenarbeit mit der Medizinfachschaft der Universität und der Freiburger Stammzelldatei der Universitätsklinik organisiert.

Zur Typisierung wird den potenziellen Stammzellspendern Blut abgenommen, mit dessen Hilfe die Stammzellen typisiert werden. Die Daten des Spender werden dann in die Stammzellkartei aufgenommen. Dort können für Leukämiekranke übereinstimmende Spender gefunden werden. Im Falle einer Übereinstimmung wird der potentielle Spender benachrichtigt und gefragt, ob er für eine Spende zur Verfügung steht. Die Spende selbst wird heute in der Regel meist als "periphere Blutabnahme" durchgeführt, die ohne Narkose auskommt, und für den Spender kaum Nebenwirkungen hat.

Die Typisierung ist für den Spender kostenfrei. Die Organisatoren der Aktion weisen jedoch darauf hin, dass die Krankenkassen die Kosten für eine Typisierung nicht bezahlen, und erinnern daran, dass jede Typisierungsaktion daher auf finanzielle Spenden angewiesen ist.

Auch Jerome Prohaska hat sich bereits typisieren lassen. "Allerdings nicht über eine Blutabnahme, sondern mit einem Wangenabstrich von der DKMS. Das ging schnell und war vollkommen problemlos."

Mehr dazu:

Was: Stammzelltypisierungsaktion an der PH
Wann: Dienstag, 19. Januar 2010, 12 bis 17 Uhr
Wo: Mensazwischendeck der PH, für Ortsfremde ab Straba-Haltestelle Laßbergstraße und Bahnhof Littelweiler ausgeschildert
Achtung: Zwischen 12:45 bis 13:15 Uhr und zwischen 14:45 bis 15:15 Uhr wird mit wenig Andrang und daher nur kurzen Wartezeiten gerechnet.
[Bild: DKMS]