Kinder drehen Film aus Lego und zeigen die berührende Geschichte eines Flüchtlingsjungen

Marissa Müller

"Selim" ist ein animierter Lego-Film, der die Geschichte eines Flüchtlingsjungen aus Syrien und seinen Weg nach Deutschland erzählt. Eine Grundschulklasse aus Rheinfelden hat den Film zusammen mit dem lokalen Flüchtlingsheim produziert.

Selim ist ein Kind wie jedes andere. Er hat Freunde, mit denen er Fußball spielt und ein Zuhause, in dem er sich wohlfühlt. Bis der Krieg nach Syrien kommt und seine Heimat zerstört. Selim und seine Mutter fliehen nach Deutschland.


Vor seinen Erinnerungen kann Selim aber nicht fliehen: Er hat viel Leid, Blut und Tod gesehen und versucht nach seiner Flucht in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Im Kurzfilm wird die berührende Geschichte des Flüchtlingsjungen Selim gezeigt - animiert mit Lego-Figuren.



"Selim" ist aus einem Grundschulprojekt heraus entstanden. Der Lehrer Sebastian Heinricht, der an der Hans-Thoma-Grundschule Rheinfelden unterrichtet, wollte sich mit seiner Schulklasse mit dem Thema Flüchtlinge auseinandersetzen. In Kooperation mit dem lokalen Flüchtlingsheim und mit Hilfe des Freiburger Filmemachers Simon Schneckenburger ist dann der animierte Lego-Film entstanden.

Szenen mit Lego-Figuren nachgestellt

Es fand ein reger Austausch zwischen den geflüchteten Kindern und den Grundschulkindern statt. Danach überlegten sich die Schüler gemeinsam die Story eines Kindes, das von Syrien nach Deutschland flieht und setzten ihre Idee in die Tat um. Die Kinder haben die Szenen mit Lego-Figuren in selbstgebauten Sets nachgestellt. Für eine Sekunde Film wurden zwölf Bilder gemacht.

Die Feinheiten, Schnitt und Ton hat Regisseur Simon Schneckenburger nachträglich am Computer bearbeitet. Aus dem ursprünglichen Grundschulprojekt entstand ein Kurzfilm, der sogar im Rheinfeldener Kino gezeigt wurde. Am 23. April feierte "Selim" Premiere.

Mehr zum Thema: