KG II wird ab 2015 renoviert: Juristen und VWLer müssen umziehen

Uwe Mauch

Die alte Stadthalle soll vorerst universitär bleiben: Sobald die dorthin ausgelagerte Uni-Bibliothek wieder zurück an ihren alten und neuen Standort gezogen ist, soll das Audimax, der größte Hörsaal, dort unterkommen. Grund: Die Uni will das Kollegiengebäude II von Grund auf sanieren.

Wenn alles planmäßig läuft, öffnet die futuristische Universitätsbibliothek am Platz der Alten Synagoge im Oktober 2014 ihre Türen.  Derzeit sind die Bestände vor allem in der Stadthalle untergebracht und in der Rempartstraße 10-16, dem früheren Gebäude des Schluchseewerks. Jetzt will die Universität die Gunst der Stunde nutzen: Studierende und Hörsaal sollen während des nächsten Sanierungsgroßprojekts in diese beiden Gebäude ausweichen.


Das Kollegiengebäude II, für das im Jahr 1957 der damalige Bundespräsident Theodor Heuss den Grundstein legte und das 1964 eröffnet wurde, ist ein Sanierungsfall. Der Komplex mit der markanten und denkmalgeschützten Fassade brauche zudem eine neue Technik, müsse Vorgaben des Brandschutzes erfüllen und soll umgebaut werden, erklärte Uni-Sprecher Rudolf-Werner Dreier auf Anfrage der BZ. Geschätzte Kosten: 25 bis 30 Millionen Euro. Die Hochschule versucht, das Vorhaben in Landeshaushalt für 2015/2016 unterzubringen. Beginn der zweijährigen Sanierung wäre dann 2015.

Die juristische und die volkswirtschaftliche Fakultät sollen für diese Zeit umziehen an die Rempartstraße. Ungleich schwieriger ist es jedoch, für das Audimax (Auditorium maximum: größter Hörsaal)  mit 733 Plätzen einen Ersatz zu finden. Die Stadthalle wäre also ideal. Um sie UB-tauglich zu machen, hatte die Universität vor fünf Jahren mehr als eine Million Euro investiert.

Die Pläne kollidieren nicht mit der Vision einer Musikspange. Wie berichtet, könnten die städtische Musikschule und die Musikhochschule die Stadthalle künftig gemeinsam nutzen – in unmittelbarer Nähe zu Musikhochschule und  Ensemblehaus von Freiburger Barockorchester und Ensemble Recherche. „Die Musikspange hängt erst einmal in der Warteschleife“, sagte Rathaussprecherin Edith Lamersdorf. Die Leitung der Musikhochschule habe signalisiert, sie wolle erst einmal abwarten, wie sich die Musikhochschullandschaft nach der heftigen landesweiten Diskussion entwickelt.

Wenn das Kollegiengebäude II wie angestrebt saniert wird, verändert sich gleichzeitig auch die Umgebung: Der Platz der Alten Synagoge soll bekanntlich von Herbst 2015 an komplett umgestaltet werden. Und beide Vorhaben sollen im Jahr 2016 abgeschlossen sein.



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[Foto: Michael Bamberger]