Kehl: Blaue Briefe für lärmende Freiluft-Party-Kids

fudder-Redaktion

Jugendliche nutzen oft den öffentlichen Raum zum Feiern oder Vorglühen; häufig auch, weil kostenfreie Räumlichkeiten - gerade für größere Gruppen - fehlen. Aber nicht immer geht es bei den Freiluft-Partys ruhig zu. Mit blauen Briefen an die Eltern wollen nun Kommunen im Polizeibezirk Kehl die jugendlichen Ruhestörer bremsen. Wie das funktioniert:



"Wir haben nichts dagegen, wenn sich die Jugendlichen draußen aufhalten", sagt Cornel Happe, bei der Stadt Kehl verantwortlich für Schulen, Kindertagesstätten und Jugendarbeit. "Das darf einen gewissen Rahmen aber nicht überschreiten." Doch mit dieser Art der sozialen Kontrolle sind nicht alle einverstanden.


Anfangs hoffte Lilli, die Sache werde sich verlaufen. Vier Wochen später lag dann dieser blaue Brief in der Post. "Meine Eltern waren stinksauer", erinnert sie sich. Lilli trägt eine Zahnspange und langes, zurückgebundenes Haar. Jenen Sommerabend hatte sie mit ihrer Clique wie meistens draußen verbracht. Es wurde gelacht, es wurde getrunken. Plötzlich stand die Polizei da. "Damals war es schon ganz schön laut", gibt sie zu. "Wir waren vielleicht 20 Leute." Der Warnschuss – ein blauer Brief der Stadt – ging an die Eltern.

Wie es für Lili weiterging: [Bild: dpa]

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