Großübung

Jugendfeuerwehr probt auf dem Münsterplatz den Ernstfall

Antonia Stille

Ein Brand auf dem Münsterplatz und ein verletzter Radfahrer: Das war die Ausgangslage bei der Großübung der Freiburger Jugendfeuerwehr auf dem Münsterplatz.

Brand auf dem Münsterplatz: Diese Nachricht würde wahrscheinlich die meisten Freiburgerinnen und Freiburger in Angst und Schrecken versetzen. Aber in diesem Fall handelte es sich lediglich um die jährliche Großübung der Jugendfeuerwehr am Samstagnachmittag auf dem Münsterplatz, nachdem alle Marktstände abgebaut waren und ausreichend Platz für die Lösch- und Rettungsfahrzeuge zur Verfügung stand.


Los ging es mit einem "Brand" der Stadtbibliothek, den die Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren zunächst vom Münsterplatz aus und dann auch noch von der Engelstraße her bekämpften – natürlich, nachdem die Fenster geschlossen wurden. Dabei gab es einiges zu beachten, etwa, dass das angebliche Feuer nicht auf den Baum vor der Bibliothek übergreift, was die Jugendlichen durch den d präventiven Einsatz der Löschschläuche auf die Pflanze gewährleisteten.

Kurz nach Beginn dieses Einsatzes musste auch noch eine Person befreit werden, die nach einem Fahrradunfall am Hauptportal des Münsters von den Vorderrädern eines Lkw überrollt und zwischen den zwei Achsen des Fahrzeugs eingeklemmt wurde. Nachdem das vermeintliche Unfallopfer unter dem schweren Fahrzeug hervorgeholt worden war, wurde die Person der Jugend der Malteser Schulsanitäter übergeben, die sich um die "Verletzte" kümmerte. Ein richtiger Großeinsatz also. Nur, dass zur Verpflegung der Retterinnen und Retter extra ein Würstchenstand angemietet wurde.

Auch eine Vorbereitung auf die Freiwillige Feuerwehr

Zwar werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch nicht bei "echten" Notfällen eingesetzt, aber die Zeit in der Jugendfeuerwehr bereitet sie auf eine mögliche Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr vor; daher ist die Jugendfeuerwehr das wichtigste Standbein, wenn es um den Erhalt der Einsatzstärke geht. So war die Übung auf dem Münsterplatz ein wichtiges Training für den Ernstfall, der auf viele Jugendliche über kurz oder lang zukommt. Zwar gibt es wöchentlich eigene Übungen der insgesamt 13 Freiburger Gruppen, aber eine Simulation in diesem Ausmaß erlaubt es den Jungs und Mädchen, auch Großeinsätze zu proben, dabei geht es unter anderem um die Koordination via Funk, die Organisation der Wasserzufuhr, das Freihalten der Rettungswege und natürlich den Ablauf der Löscharbeiten.