Joan Baez: Songs aus 50 Jahren

Helena Barop

Joan Baez steht seit fast fünfzig Jahren auf den Bühnen der Welt und singt. Sie war mit Bob Dylan zusammen, hat die Musikgeschichte stark beeinflusst und sich besonders in den sechziger Jahren politisch engagiert. Am Sonntag war sie beim ZMF. Und hat Helena beeindruckt.



Joan Baez steht alleine auf der Bühne, mit ihrer Gitarre. Neben ihr steht ein kleiner Tisch mit einer großen Tasse. Die kleine Frau ist 66 Jahre alt und eine Legende. Sie hat in Woodstock gespielt und ihr ganzes Leben lang hat sie Musik gemacht. Gleich zu Anfang verspricht sie: "We’ll play some old songs, some new songs, and some of the songs from the fifty years in between!"




Im Zirkuszelt richten sich am Samstagabend alle Blicke aus sie. Es ist voll, ausverkauft, schon seit langem. Niemand will vor den Eingängen seine Karte loswerden. Die meisten Leute kennen Joan Baez noch von früher. Manche haben Wunderkerzen mitgebracht, viele singen mit.

Die Leute sind wie verzaubert von der Sopranstimme, die mit Leichtigkeit ihre Jugend wieder herbeisingt. Fünf Zugaben spielt Joan Baez, das Publikum ist inzwischen aufgestanden und singt mit. Mit viel Mühe und Charme versucht sich die Amerikanerin auch immer wieder an deutschen Texten. Bei "Sag mir, wo die Blumen sind" leuchten dann sogar vereinzelt Feuerzeuge auf.

Ein bewegendes Konzert an einem wunderschönen Sommerabend, auch wenn für die wenigen Unter-dreißig-Jährigen immer deutlicher wurde: Hier wird eine Zeit gefeiert, die wir nicht erlebt haben.



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Joan Baez: Website& Wikipedia