In Freiburger Freibädern ist Fotografieren ab dieser Saison verboten

Jana Luck

Die Freibadsaison hat begonnen, das Strandbad ist seit vergangenem Freitag geöffnet. Bilder und Videos dürfen Gäste in den Bädern nicht mehr machen - warum eigentlich? fudder-Autorin Jana Luck hat nachgefragt.

Spätestens mit der sonnigen Eröffnung des Strandbads war klar: Der Frühling ist hier. Das Bad öffnete als traditionell erstes Freiburger Freibad seine Pools. Mit einem neuen Wasserspeier im Nichtschwimmerbecken – und neuen Baderegeln. Eine davon: Fotografieren und Filmen ist in allen drei Freiburger Freibädern verboten. Aber wieso?


"In den vergangenen Jahren haben uns unsere Mitarbeiter immer häufiger von Kunden berichtet, die sich beschwerten, weil Bilder oder Videos von ihnen gemacht wurden", sagt Holger Bockelmann, Betriebsleiter der Regio Bäder GmbH. "Unsere Gäste werden da immer sensibler, was ihre Rechte am eigenen Bild angeht."

Handys erleichtern Bilder- und Videoaufnahmen

Früher sei das kein so großes Problem gewesen, weil kaum jemand eine Kamera mit ins Freibad nahm. Man kennt das: Lieber auf so viele Wertsachen wie möglich verzichten. "Aber das Handy vergisst heute eben niemand mehr", sagt Holger Bockelmann - und mit dem können nun einmal Bilder und Videos aufgenommen werden.

Die neue Baderegel soll nun dazu dienen, den Mitarbeitern im Freibad eine "Handlungssicherheit" zu bieten, wie Bockelmann sagt. Im Streitfall können sie dann auf die Badeordnung verweisen, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Eine Art Patrouille ist aber nicht angedacht und es ist auch weiterhin erlaubt, das Handy mit ins Freibad zu nehmen. Nur wenn Gäste fotografieren oder filmen, kann der Bademeister eingreifen.

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