Im Franziskanerkeller eröffnet Hackl's ZapfBar - mit Bier zum Selberzapfen

Laura Maria Drzymalla

Es ist vielleicht der Traum eines jeden Biertrinkers: Zapfe dir dein eigenes Bier am Kneipentisch und zeige den anderen Tischen über einen Bildschirm, wieviel du davon schon getrunken hast: Ab Mitte Oktober könnt ihr Eventgastronomie pur erleben - inklusive Tracht und iPad.



What happens at Hackl's, stays at Hackl's – so oder ähnlich könnte man aus der ZapfBar stolpern, die Mitte Oktober im ehemaligen Franziskanerkeller am Rathaus eröffnen wird. Inhaber ist Christopher Hackl, ebenfalls Betreiber der Maria Bar in der Löwenstraße. Seine Idee: Zapfanlagen, die aus der Decke auf den eigenen runden Eichenholztisch herabgelassen werden. Plus Bildschirme an der Wand, die den aktuellen Literpegel der einzelnen Tische anzeigen, um die Trinkdynamik anzukurbeln.


Braucht man das? "Aber ja!", sagt Hackl. „Die Leute wissen erst, dass sie was vermissen, wenn sie es mal gehabt haben."

Geweihe und iPads

Die Idee kam ihm 2013, während dem Umbau der Lounge in der Maria Bar. „Aus Jux und Tollerei haben wir gesagt, wir wollen eine Stange über den Tischen anbringen. Ohne tanzende Frau, nur die Stange, mal gucken was passiert." Die Gedankenexperimente formten sich, seit einanderthalb Jahren sucht Hackl nun nach dem passenden Objekt für seine Erlebnisgastronomie, in der seine Kunden im wahrsten Sinne König (des Bieres) sein dürfen. „Der Trend geht zur Bespaßung, man muss den Leuten was bieten. Tequila Sunrise und Sex on the Beach hängt allen zum Hals raus!", meint Hackl.


Christopher Hackl, beschäftigter Betreiber der neuen Bier-Bar

Jetzt hat er seine Location gefunden, die uriges Ambiente und modernes Interieur verbindet.  Kellercharme, Geweihe an der Wand, Eiche rustikal, die Kellnerinnen in Tracht. Dazwischen funkeln die sechs geplanten Zapfanlagen, die Zählwerke für den Alkoholverbrauch und die damit verbunden iPads, die wiederum mit der Kasse synchronisiert sind. Auf dem Podest thront ein extra angefertigter Eichenholz-Billardtisch, im Nebenraum wird es Kicker geben, die Wände werden mit mehreren Fernsehern für künftige Sportevents versehen.

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"Auch Frauen mögen Bier"

Die Zielgruppe sollen aber nicht nur Männer und Junggesellenabschiede sein: "Bier ist bei Frauen und jungen Damen mittlerweile auch angesagt. Wir haben Pils, Radler und Weizen zum Zapfen, der Liter bewegt sich bei 6,50 bis 7 Euro, das ist günstiger als der Durchschnitt. Eine Flatrate wird es allerdings nicht geben", sagt Hackl.  Wienerle, Kartoffelsalat, Brezeln und Weißwürste werden als Speisen angeboten, das Essen wird sich in das Stadl-Konzept einfügen und darüber hinaus aus der Region kommen. Dirndl- und Lederhosenliebhaber können sich freuen, Hackl plant für seine Gäste einen Trachtenbonus.

Die Außenansicht und Aufschrift des Franziskanerkellers will Hackl nicht groß verändern, lediglich der Torbogen und der Schaukasten werden mit seinem Logo versehen. "Man muss ja nicht immer alle Geschichte ausradieren."

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[Foto: Laura Maria Dzymalla]