Neue Pächter in Freiburg

Im ehemaligen Theatercafé eröffnet das Restaurant "La Culinaria"

Gina Kutkat

Aus Theatercafé wird La Culinaria: Thomas Rauhut und José García möchten mit spanischem Essen punkten. Am Wochenende eröffnen sie ihr Restaurant, das auch Peruanisches auf der Karte hat.

Die Idee für das neue Restaurant entstand in Madrid. "Dort haben wir mal wieder gemerkt, dass die spanische Küche soviel mehr zu bieten hat als Tapas", sagt José García. "Sie hat viele Einflüsse aus anderen Kulturen und zudem kennen die Freiburger Tapas schon ganz gut." Zum Beispiel aus Garcías erstem Lokal, dem "La Pepa" in der Moltkestraße, das er vor fünf Jahren zusammen mit Thomas Rauhut eröffnete. Jetzt wollen die beiden in ihrem neuen Restaurant "La Culinaria" spanische und deutsche Küche fusionieren.


Das Ambiente

In den Räumlichkeiten des ehemaligen Theatercafés wurde den Sommer über viel gewerkelt. Das Interieur ist nun poppiger als früher, aber in dezenten Gold- und Grautönen gehalten. Ein paar Tische und Stühle und zwei Kronleuchter der Vorbesitzer sind geblieben, ansonsten ist alles neu: Die Tapete hinter der Bar fällt durch ihr Muster auf, von der Decke hängen Kübel mit Plastikpflanzen, neben der Bar kann man in einer instagramtauglichen Schaukel schwingen, an den Wänden sind Bilder des Künstlers "Espejo" verewigt, der auch das Logo von "La Culinaria" gestaltet hat. "Für mich ist ’La Culinaria’ eine Frau aus den 30er Jahren in Berlin, die das Theater liebt", sagt García.

Speisen und Getränke

Nach Wunsch der Betreiber sollen die Menschen zukünftig aufgrund des guten Essens ins Restaurant kommen. "Culinaria bedeutet ja auch Köstlichkeit", sagt Thomas Rauhut. Deshalb haben er und García zwei Köche aus Alicante und Madrid nach Freiburg geholt. Sie kochen nicht nur spanisch, sondern auch peruanisch: Zum Beispiel Causa Limeña, peruanisches Kartoffelpüree mit Thunfischsalat oder Ceviche, rohen Fisch in einem Sud aus Limettensaft. Die Kroketten bereiten sie mit Schwarzwälder Schinken zu und Tacos gibt’s mit Pulled Pork. Für Vegetarier im Angebot sind Burger mit Linsenpatty, Reisgerichte wie Meloso de Setas y Verduras oder Quinoasalat mit Mango, Himbeeren und Limettendressing.

Auch einen Mittagstisch wird es geben, für den sich García Gerichte wie Spätzle mit Manchego und Chorizo vorstellen kann. Preislich bewegt sich "La Culinaria" im Mittelfeld: Hauptgerichte gibt es ab zehn Euro, Tapas ab 5 Euro. "Die Nähe zum Theater zeigt sich auch in der Cocktailkarte", sagt Rauhut. So heißen die Drinks Hamlet, Romeo & Julia oder Faust.

Die Vorgeschichte

15 Leute arbeiten im Culinaria-Team, einige davon haben García und Rauhut von den zwei Vorbesitzerinnen übernommen. Die waren im Juli 2019 aus persönlichen Gründen aus dem Restaurantbetrieb nach 18 Jahren zurückgetreten. In einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren hatten sich dann die beiden neuen Betreiber mit ihrem Konzept durchgesetzt, das das Theater Freiburg für das innovativste von allen Bewerbern hielt. "Ein stimmiges Konzept, das mit den vielen unterschiedlichen kulturellen Einflüssen zum Ansatz des Theaters passt", sagt Theater-Pressesprecher Tim Lucas.

Der Pachtvertrag zwischen Theater und den beiden Inhabern läuft zunächst für die Dauer von fünf Jahren. 150.000 Euro haben Rauhut und García bisher investiert. Inwieweit die Zusammenarbeit mit den neuen Pächtern der Theaterbar aussieht, können García und Rauhut noch nicht sagen. Vergangenes Wochenende hatte die ehemalige Passage 46 neu eröffnet. "Wir wollen jetzt erstmal langsam aufmachen", sagt Rauhut. Geöffnet sein wird "La Culinaria" täglich ab 11 Uhr, sonntags ab 17.30 Uhr.
Adresse

La Culinaria

Bertoldstraße 46

79098 Freiburg

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