Im E-Werk sollen bald wieder mehr Konzerte und Partys stattfinden – Ahoii Club im Mai

Felix Klingel

Längere Zeit gab es kaum noch Konzerte und Partys im E-Werk – das soll sich ändern. Der neue Kulturmanager Matthias Adam will die Räume wieder für Popkultur öffnen. Im Mai findet etwa der Ahoii Club statt. Dennoch gibt es einige Probleme.

Das E-Werk ist bekannt für Tanz, Theater und Kultur – für Nachtschwärmer und Konzertnerds ist es dagegen schon länger keine Institution mehr. Dabei fanden noch vor einigen Jahren legendäre Partyreihen und Konzerte statt. Bis die geförderte Kultureinrichtung sich dazu entschied, diesen Zweig aufzugeben. Hier will der neue Ressortleiter Musik Matthias Adam ansetzen: "Wir öffnen uns wieder für Popkultur."


Konkret heißt das: Es sollen wieder mehr Konzerte und Partys im E-Werk stattfinden. Wie oft und in welche Richtung es gehen soll, ist noch nicht ganz sicher. Nur soviel: Musikalisch geht es um Rap und Rock. Im November spielt die Rap-Bläsercombo Moop Mama, im Januar 2018 die Anarcho-Rapper von der Antilopen-Gang. Weitere Konzerte sind geplant, aber noch nicht in trockenen Tüchern. "Den Großteil meiner Energie möchte ich in Konzerte stecken", sagt Adam.

Regelmäßige Partys wird es nicht geben

Seit dem 1. Mai arbeitet er nach einer Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und einer Übergangszeit als Kulturmanager in seiner neuen Funktion im E-Werk. Sein Vorgänger Wolfgang Herbert, bisher zuständig für das Theater- und Musikprogramm, geht zum 1. Juni in Rente. Adam war selbst lange Zeit Party-Veranstalter, mit der Event-Agentur Soulside organisierte er unter anderem die beliebten YumYum-Partys. "Regelmäßige Clubpartys wird es im E-Werk nicht geben, aber wenn eine Party bei uns rein passt, stehen die Türen offen", sagt Adam. So findet am Samstag, 20. Mai, im E-Werk der Ahoii Club statt.

Die Partyreihe ist heimatlos, seit die Stadt dem Ruefetto den Diskobetrieb verboten hat. Darum fand die Party mal im The Great Räng Teng Teng, mal im Jazzhaus oder im Waldsee statt. "Das Räng ist aber eigentlich zu klein, und im Jazzhaus oder Waldsee ist es schwierig am Samstag einen Termin zu bekommen", sagt Alexander Hässler. Er hat die Partyreihe zusammen mit Moritz Oehler im September 2013 initiiert. Nun plagen ihn Probleme, über die viele Freiburger Nachtmacher klagen: Es gibt zu wenige Räume. Im Ruefetto finden keine Partys mehr statt, Schmitz Katze hat zu und das Artik ist in der Selbstfindungsphase.

Etwa 250 Partygänger passen ins Foyer

Alexander Hässler ist darum froh, wieder eine Location gefunden zu haben: "Das E-Werk liegt relativ zentral und jeder weiß, wo es ist." Ob der Ahoii Club öfters dort stattfindet, ist allerdings noch nicht klar: "Erst müssen wir die Räume testen." Die Partys finden im Foyer statt. Etwa 250 Leute passen dort rein. Im gut besuchten Ahoii Club dürfte es also gewohnt heiß zugehen – aber lange nicht so eng wie im Ruefetto oder im Räng. "Lieber lassen wir ein paar Leute weniger rein, um Platz zum Tanzen zu schaffen", sagt Hässler.

Matthias Adam sieht die Partytauglichkeit des Foyers etwas kritischer: "Es gibt eben keine klassische Clubatmosphäre." Viel mehr müssen die Veranstalter jeweils selbst mit ihrer Deko und dem Lichteinsatz für die richtige Stimmung sorgen. Für Vorschläge jeglicher Art ist er aber offen: "Manchmal habe ich das Gefühl, die Veranstalter trauen sich gar nicht bei uns anzufragen – dabei können wir gerne über alles sprechen."

Der Kalender des E-Werks ist schon voll

Das Raumproblem im Nachtleben löst das E-Werk aber nicht. Schließlich finden dort über 400 Veranstaltungen im Jahr statt. Der Terminkalender ist also voll und wenn im Saal gerade Theater gespielt wird, kann im Foyer nicht gleichzeitig ein Veranstalter die Anlage für eine Party einstellen.
Was: Ahoii Club (Indietronic)
Wann: Samstag, 20. Mai, ab 23 Uhr
Wo: E-Werk, Eschholzstraße 77
Eintritt: 7 Euro



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