Ich steh' dazu: Ich hatte kein Backup

Sebastian Stang

Sebastian Stang aus Umkirch, bekannt als Shaddy, hat sein blaues Wunder erlebt, als sein digitales Leben mit einem Mal verlöscht war. "Daten sichern? Ist doch überflüssig!", dachte er bis dahin.



Ein kompletter Datenverlust ist bitter. Doch warum soll das mir passieren? Mein Rechner war vier Jahre in Betrieb, da sammelt sich einiges an. Zur Sicherheit hatte ich eine zweite Festplatte eingebaut, auf die ich die wichtigsten Daten kopierte. Dass das rein gar nichts bringt, wusste ich nicht. Mein Rechner arbeitete vor sich hin, bis plötzlich seltsame Geräusche aus dem Arbeitszimmer meine Kochaktivitäten jäh beendeten. Mein PC gab ein furchtbares Klackern von sich. Schnell schaltete ich ihn aus. Noch guter Dinge drückte ich wieder auf Power. Doch nichts passierte. Gar nichts!




Das Netzteil hatte so ziemlich alles zerlegt: Mainboard, Grafikkarte, Soundkarte und sich selbst. Es gab noch Hoffnung. Ich baute die beiden Festplatten aus und brachte Sie zum IT-Administrator meiner Firma. Doch die beiden Platten liefen gar nicht erst an.

Alles weg: meine gesammelte Musik, was mich als DJ hart trifft, sämtliche Bilder, die Steuer- und Finanzdateien, alle Programme und Lizenzkeys. Ich beschloss, die Daten professionell retten zu lassen. Und ging dabei fast einem Betrüger auf den Leim: Meine Festplatte liegt noch heute bei Datenphönix in Berlin – die veranschlagten 890 Euro Reparaturkosten habe ich zum Glück nicht bezahlt.

Offenbar sind viele Menschen, die so unvorsichtig waren wie ich, verzweifelt genug, einer Abzockerfirma Geld in den Rachen zu stecken. Aber ich habe dazugelernt: Heute sichere ich die Daten mehrfach: Mit externer USB-Platte und im Laptop befinden sich zwei Festplatten, die ich zu regelmäßigen Abständen spiegele. Nie wieder digitaler Totalcrash!

Mehr dazu:

fudder.de: Datensicherung - Backup-Lösungen im Vergleich