Ich steh’ dazu: Ich bin Team Jacob

Lisa Petrich

"Twilight" kam vor zehn Jahren auf die deutschen Kinoleinwände. Seitdem hat das Drama um Edward, Bella und Jacob tausende Teenies begeistert und für einige Parodien gesorgt. fudder-Autorin Lisa Petrich findet: Jacob hätte Bella kriegen sollen!

Ist das wirklich schon zehn Jahre her, dass die Teenie-Schnulze "Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen" mit Vampiren und Werwölfen erstmals in den deutschen Kinos gezeigt wurde? Daran merkt man erst, wie alt man geworden ist.


Mein damals 12-jähriges Ich hatte natürlich schon vor dem Kinostart die Romane von Stephenie Meyer aufgeschlungen und war davon hellauf begeistert. Auch die Verfilmungen habe ich natürlich alle gesehen und war verrückt nach dem Drama zwischen Edward, Bella und Jacob. Aber was mich bis heute beschäftigt: Warum hat sich Bella nicht für Jacob entschieden?

Jacob wäre die bessere Wahl gewesen

Jacob aka Taylor Lautner wäre meiner Meinung nach der deutlich bessere Partner für Bella gewesen. Nicht nur, weil ich den Schauspieler viel attraktiver als den bleichen Robert Pattinson finde (abgesehen von der Zeit, als Jacob lange Haare hatte), sondern auch, weil er mir bereits in den Romanen als Figur viel sympathischer erschien, als der in sich gekehrte, grüblerische Edward.

Eine der dramatischsten Szenen war wohl, als Jacob in "Eclipse" von Bellas und Edwards Hochzeit erfuhr und wütend abhauen wollte, bis Bella ihn dazu aufgefordert hat, sie zu küssen. Anhänger von Team Jacob werden sich auf jeden Fall an diesen Moment erinnern, als sich Bella und Jacob (der dabei natürlich oberkörperfrei war, wie fast immer) im Schnee vor einem tollen Panorama küssten und Edward alles mitbekam. In dieser Szene rief ich innerlich: "Bella, nimm ihn, brenn’ mit ihm durch!"

Bella hat mehr Persönlichkeit in der Nähe von Jacob

Das ist auch vielen anderen Twilight-Fans und Jacob-Befürwortern aufgefallen: Bella wirkt in Jacobs Gegenwart irgendwie menschlicher und "normaler". Sie lacht öfter, wirkt gelassener und fröhlicher. Wenn sie bei Edward ist, erscheint sie unsicher, verklemmt und in sich gekehrt, lachen sieht man sie nur selten. Allein das sollte ein Zeichen dafür sein, dass Jacob ihr gut tut und Edward nur der mysteriöse Vampir ist. Zugegeben, auch Edward hat seine guten Seiten – aber insgesamt ist er mir viel zu abgespaced.

Viel zu verrücktes Ende

Außerdem hätte es für Bella mit Jacob nie dieses Drama mit der Schwangerschaft und dem zu schnell wachsenden Monster-Baby gegeben. Außer natürlich, wenn Bella mit Jacob dann ein Wolfsbaby geboren hätte – so abwegig wäre das bei Twilight auch wieder nicht.

Meine Begeisterung für Twilight ist aber an dem Punkt noch mehr eingeknickt, als sich Jabob in Bellas Tochter mit dem schwierigen Namen verliebt hat – musste das wirklich sein?

Trotzdem schaue ich mir die schnulzigen Twilight-Filme immer wieder gerne an, auch wenn ich jedes Mal an Bellas Entscheidungen verzweifle. Aber das Drama ist es wert! Und solange sich die Edward- und Jacob-Fraktionen nicht die Köpfe einhauen, wie in der Parodie "Beilight – Bis(s) zum Abendbrot", ist alles noch im Rahmen.

Zum Schluss bleibt mir also nur noch eines zu sagen: Go Team Jacob.

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