Freiburg

Hin und Her um Verkauf von Getränken auf Weihnachtsmarkt

Simone Lutz

Die Streitereien um den Laden-Verkauf am Rande des Weihnachtsmarkt gehen weiter: Auch das Café "Tom’s" darf nichts mehr aus dem Laden heraus verkaufen. Obwohl der Laden schon eine Erlaubnis hatte.

Die Streitereien um Pizza- und Sekt-Verkauf am Rande des Weihnachtsmarkt in Unterlindensind um eine kuriose Wendung reicher. Nicht nur im Brautmodengeschäft in Unterlinden, auch im benachbarten Café "Tom’s" hatten die Betreiber aus dem Laden heraus Getränke an Besucher des Weihnachtsmarkts verkaufen wollen.


Im Falle von "Tom’s" sogar mit behördlichem Segen: In einem Schreiben vom Donnerstag, 24. November, genehmigte das Amt für öffentliche Ordnung den Ausschank während der Betriebszeiten des Weihnachtsmarkts. Die Freude war von kurzer Dauer.

Zunächst keine Einwände gegen Sektverkauf

"Kurz danach kam das Ordnungsamt und sagte Nein", so "Tom’s"-Betreiber Thomas Rauhut. Verwirrend, findet er, und ärgert sich darüber.

"Wahrscheinlich hat sich da etwas überlagert", so Rathaus-Sprecherin Edith Lamersdorf. Sie hat rekonstruiert, dass vor dem 24. November Weihnachtsmarktmeister Thomas Barth von der Freiburg Wirtschaft Touristik Messe (FWTM) nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt erstmal keine Einwände gegen den Sektverkauf gehabt habe.

Die FWTM vermietet während des Weihnachtsmarktes Flächen an die Standbesitzer. Diese wiederum wollten sich keinen weiteren Wettbewerber gefallen lassen und beschwerten sich angeblich massiv beim Ersten Bürgermeister Otto Neideck.

Daraufhin sprach das Amt für öffentliche Ordnung nochmal mit der FWTM – diesmal eine Etage höher mit Chef Bernd Dallmann.

Endgültiges Nein zum Ladenverkauf

Dieser forderte schließlich, keine anderen Verkäufe auf dem Weihnachtsmarkt als die der Standbesitzer zuzulassen – und so wurde es dann den Inhabern von Brautmodengeschäft und Café auch mitgeteilt. Zu diesem Zeitpunkt war das Schreiben des Amtes mit der Genehmigung des Ausschanks allerdings schon bei "Tom’s" angekommen.

Das nun endgültige Nein zum Ladenverkauf findet Thomas Rauhut absurd: "Schade, dass das Amt sich als Marionette der FWTM gibt und sich selbst widerspricht, und den Geschäftsinhabern keine Möglichkeit gibt, durch den Ladenverkauf den im Dezember entstehenden Verlust auszugleichen."

Verluste durch Weihnachtsmarkt

Das Café leide sehr unter dem Weihnachtsmarkt, "die Lieferanten fluchen jeden Tag". Ärgerlich sei auch ein anderer Verlust: Die Pächter des Brautmodengeschäfts hätten 6000 Euro für den Ladenverkauf investiert, das "Tom’s" etwa 3000 Euro, sagt Rauhut – umsonst.

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