Gina-Lisas Welt: WebTV mit dem "Bushido der Mannequins"

Sophie Passmann

Bei "Germany’s next Topmodel" hat es für Gina-Lisa, die Frankfurter Donatella Versace-Doppelgängerin, die von Heidi Klum erstmal abgeschminkt und von ihren Hair Extensions befreit wurde, nicht gereicht. Doch das Aus in der Sendung bedeutet nicht zwangsläufig das Karriere-Aus: Nach ihrer eigenen Rubrik bei "taff" hat Gina-Lisa jetzt eine eigene Web-TV Show, "Gina-Lisas Welt".



Gina-Lisa war in der dritten Staffel von Germany's next Topmodel nicht zu übersehen: die platinblond gefärbte, solariumverbrannte, ungehobelte und laute Frankfurterin mit Bronx-Charme, von Spiegel Online zur "Bushido der Mannequins" erklärt, hatte immer einen Spruch auf den Lippen. Genau deswegen musste sie die Castingshow letztendlich auch verlassen. Gina-Lisa war nicht elegant genug für die Modewelt.


Das heißt aber noch lange nicht, dass sie für gar nichts taugt: unmittelbar nach dem Rauswurf bei Heidi und Co. bekam Gina-Lisa eine eigene Rubrik in der Boulevard-Sendung "taff", in der sie über ihr Leben nach der Castingshow berichtet. Jetzt setzt Prosieben noch eins drauf: Mit der Web-TV-Show "Gina-Lisas Welt" soll das (vor)laute Möchtegernmodel weiterhin Quote bringen.

Die Handlung in "Gina-Lisas Welt" ist schnell erklärt: In jeder Folge hat die Hessin etwas anderes zu tun, immer begleitet von einem Kameramann und kommentiert von einem erfrischend ironischem Sprecher. Zu sehen gibt es Nichtigkeiten, wie zum Beispiel ein Termin zum Zähne Bleachen in Athen, ein Friseurtermin beim sichtlich genervten Udo Walz oder ein Shopping-Trip in Köln mit Busenfreundin und GNTM-Kollegin Sarah. Im Gegensatz zu ihrer Topmodel-Vorgängerin Fiona, die sich während der Bundesliga mit einem Fußball-Podcast als Fachfrau versuchte, ist Gina-Lisa nicht einmal bemüht, kompetent zu wirken.



Und wenn man als Zuschauer einmal die Frage verdrängt hat, was denn an der Wohnungssuche eines Models so außergewöhnlich ist, dass es sich lohnt, das Ganze in einem Videopodcast anzugucken, dann sind die alle zwei Tage erscheinenden, jeweils fünfmütigen Episoden doch relativ unterhaltsam.

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